Risiken des
Fleischkonsums
Eisen
und oxidativer Stress
Eisen gehört zu den
essentiellen Spurenelementen und ist zu etwa 70 % im Blutfarbstoff
Hämoglobin und im Muskelfarbstoff Myoglobin enthalten. Viele wichtige Enzyme
des Stoffwechsel sind eisenabhängig, ein Eisenmangel sollte deshalb
vermieden werden.
1992 wurde erstmals ein Zusammenhang zwischen erhöhten
Eisenspeicherbeständen und einem 2,2fach erhöhtem Herzinfarktrisiko
beschrieben. Dieser Befund konnte inzwischen durch andere Studien bestätigt
werden. (34, 35)
Das Hämeisen aus rotem Fleisch wird zehnmal besser resorbiert als Eisen
pflanzlichem Ursprungs. Zwischen dem Herzinfarktrisiko und der Aufnahme von
Hämeisen besteht ein positiver Zusammenhang. Überschüssiges Eisen ist ein
Bildner freier Radikale und schädigt durch den oxidativen Stress das LDL.
Die oxidative Schädigung des LDL ist wiederum das wichtigste pathogenetische
Prinzip für die Bildung von Schaumzellen und atherosklerotischen Plaques.
Eine ausgewogene vegetarische Ernährung führt zu keinem Eisenmangel.
Vegetarier haben in der Regel niedrigere Eisenspeicher, was einer aktuellen
Studie zufolge zu einer höheren Insulinsensivität führt. (36)
(34)Tanaka T et al:
Vegetarian diet ameliorates symptoms of atopic dermatits through reduction
of the number of peripheral eosinophils and PGE2 synthesis by monocytes; J
Physiol Anthropol Appl Human Sci 2001 Oct; 20(6): 353-61
(35)Klipstein-Grobusch
K et al: Dietary iron and risk of myocardial infarction in the Rotterdam
Sudy; Am J Epidemiol 1999 Mar 1; 149(5): 421-8
(36)Hua NW et al: Low
iron status and enhanced insulin sensitivity in lacto-ovo vegetarians; Br J
Nutr 2001 Oct; 86(4): 515-9
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