Studien 2010
Western diet begünstigt ADHS
Rotes Fleisch
erhöht Risiko für Herzinsuffizienz
Geringeres Risiko für das metabolische Syndrom bei vegetarischer Ernährung
Estrogene im Fleisch könnten hormonabhängige Tumoren fördern
Fleischkonsum erhöht
Körpergewicht
Eiweißbetonte Reduktionsdiät verschlechtert Knochendichte
Weniger Fleischverzehr hilft dem Klima
Bessere mentale
Gesundheit bei Vegetariern
Vegetarier
haben mehr Mitgefühl gegenüber Tierleid
Omega-3-Fettsäuren
wirken nicht fürs Gehirn
Viel Quecksilber im
Thunfisch-Sushi
Scharf
gebratenes Fleisch erhöht Blasenkrebs-Risiko
Nierenfunktion und Ernährung
Vegetarische Ernährung vermindert oxidativen Stress und Belastung mit
Antibiotika-Metaboliten
Fleischkonsum und Darmkrebs
Vegetarische Ernährung und Prävention von Übergewicht bei Kindern
Hähnchen oft mit
Krankheitserregern belastet
Ernährungsgewohnheiten und Pankreaskarzinom
Fleisch erhöht Risiko
für Hepatitis E
Vegetarische Ernährung vermindert das Risiko für Kehlkopfkrebs
Hämeisen als
Risikofaktor für das Colonkarzinom
Diabetes-Risiko und
Ernährungsgewohnheiten
Fischkonsum erhöht
Schadstoffbelastung
Krebsrisiko durch den Verzehr von gebratenem Fleisch
Eisenaufnahme aus tierischen Lebensmittel und Endometrium-Karzinom
Ernährungsweise trägt wesentlich zur Belastung des Körpers mit PBDE in den
USA bei
Vegetarier
weisen einen veränderten Säure-Basen-Haushalt auf
Western diet begünstigt ADHS
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Australische Wissenschaftler untersuchten
bei 1.800 Heranwachsenden die Ernährungsgewohnheiten in Bezug auf
ADHS-Symptome. Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, die sich
bevorzugt in Form der Western diet ernährten, ein doppelt so hohes
Risiko für ADHS aufwiesen als die Kinder mit einer hohen Zufuhr z.B. an
Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. |
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Bild: Harald Wanetschka, pixelio.de |
Als Western-diet-Ernährungsstil wurde ein
hoher Verzehr von Fertigprodukten, Gebäck, Gebratenem und Imbisskost
definiert. Als besonders ungünstig erwiesen sich Imbisskost, verarbeitete
Fleischprodukte, rotes Fleisch, fette Milchprodukte und Süßigkeiten.
Referenz:
Medical News Today, 30. Jul 2010, Link between Western diet and ADHD
Rotes Fleisch
erhöht Risiko für Herzinsuffizienz
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Bei den Teilnehmern der Physicians
Health Studie (21.120 offenbar gesunde Männer) wurde untersucht, ob der
Fleischverzehr einen Einfluss auf die Entstehung der Herzinsuffizienz
hat. Die Daten zeigten eindeutig, dass ein hoher Verzehr von rotem
Fleisch mit einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz verbunden ist.
Dieser Zusammenhang bestand unabhängig davon, ob vorher ein Herzinfarkt
auftrat oder nicht. |
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Bild: wrw, pixelio.de |
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Referenz:
A. Ashaye et al.: Red meat consumption and risk of heart failure in male
physicians; available online 2 August 2010
Geringeres Risiko für das metabolische Syndrom bei vegetarischer Ernährung
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Bei Teilnehmern der
Adventist Health Study 2 wurde der Einfluss der Ernährungsgewohnheiten
auf das Risiko für das metabolische Syndrom untersucht. Es wurden drei
Ernährungstile unterschieden: vegetarische Ernährung, semi-vegetarische
Ernährung und Mischkost. Die Vegetarier hatten das geringste Risiko für
das metabolische Syndrom, gefolgt von den Semi-Vegetariern.
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Bild: Joujou, pixelio.de |
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Die Blutzuckerspiegel,
Cholesterinkonzentrationen, der Blutdruck und andere Parameter waren bei den
Vegetariern deutlich niedriger als bei den Mischkösterlern.
Referenz:
Nico Samuel Rizzo et al.: Vegetarian diets are associated with a lower risk
of metabolic syndrome. The Adventist Health Study 2; The FASEB Journal, 2010
Estrogene im Fleisch könnten hormonabhängige Tumoren fördern
Es ist schon länger bekannt, dass Estrogene in Kontrazeptiva die Entstehung
hormonabhängiger Tumoren fördern können. Bisher wurde aber wenig erforscht,
inwieweit die Estrogenaufnahme aus Fleisch die Tumorhäufigkeit beeinflusst,
obwohl bekannt ist, dass Rindfleisch und Hühnerfleisch von Tieren stammt,
die häufig Estrogensupplemente erhalten.
Japanische Wissenschaftler untersuchten nun in verschiedenen Fleischproben
die Estrogenkonzentration. Die Hormonkonzentrationen waren generell im Fett
höher als im Muskelfleisch. Japanisches und US-amerikanisches Hühnerfleisch
wiesen die höchsten Estrogenkonzentrationen auf. Auch Rindfleisch aus den
USA war estrogenbelastet. Bei japanischem Rindfleisch und brasilianischem
Hühnerfleisch wurde keine Estrogenbelastung nachgewiesen. Die
Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die Estrogenbelastung in den
Fleischproben sicherlich auf die Estrogenzufuhr während der Tierhaltung
zurückzuführen ist. Die Estrogenkonzentration im Fleisch seien natürlich
viel niedriger als die in Kontrazeptiva. Wenn man aber den lebenslangen
Verzehr von Fleisch in Betracht zieht, muss die Estrogenzufuhr über dieses
Produkt durchaus als ein Faktor angesehen werden, der die menschliche
Gesundheit beeinträchtigt. Estrogene aus Fleisch und Fleischprodukten
fördern die Estrogenanreicherung im menschlichen Körper und könnten auch das
Auftreten hormonabhängiger Tumoren fördern.
Referenz:
Y Handa et al.: Does dietary estrogen intake from meat relate to the
incidence of hormone-dependent cancers? Journal of Clinical Oncology, 2010
ASCO Annual Meeting Proceedings, Vol. 28, No 15, 2010
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Fleischkonsum erhöht
Körpergewicht
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Verschiedene Studien
hatten bereits gezeigt, dass der Verzehr von Fleisch und
Fleischprodukten zu einer Zunahme des Körpergewichts führen kann. Im
Rahmen der großen europäischen EPIC-Studie mit 103.455 Männern 270.348
Frauen wurde untersucht, wie sich der Fleischkonsum auf die
Gewichtsentwicklung innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren auswirkt. |
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Bild: Thomas
Fürböter, aboutpixel.de |
Es
zeigte sich, dass der Fleischverzehr mit einer Gewichtszunahme assoziiert
war, sowohl bei normalgewichtigen wie auch bei übergewichtigen
Versuchspersonen. Ein Mehrverzehr von 250 Gramm Fleisch täglich führte
innerhalb von fünf Jahren zu einer zusätzlichen Gewichtszunahme von zwei
Kilogramm. Die Autoren der Studie schlagen zur Verbesserung der
Gewichtskontrolle eine Verminderung des Fleischkonsums vor.
Referenz:
Vergnaud AC et al: Meat consumption and prospektive weight change in
participants of the EPIC-PANACEA study; Am J Clin Nutr. 2010 Jun 30
Eiweißbetonte Reduktionsdiät verschlechtert Knochendichte
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Von der Purdue
University wurden verschiedene Reduktionsdiäten in Bezug auf eine
Beeinflussung der Knochendichte untersucht. Dabei wurde festgestellt,
dass ein hoher Proteinanteil tierischen Ursprungs den Knochenabbau bei
übergewichtigen postmenopausalen Frauen beschleunigte.
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Bild: Sv, Lebensmittelfotos.com |
Referenz:
Campbell WW, Tang M: Protein intake, weight loss, and bone mineral density
in postmenopausal women; J Gerontol A Biol Sci Med. Sci. 2010 Jul 6.
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Weniger Fleischverzehr
hilft dem Klima
Bis
zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftsbedingte Ausstoß von Methan- und
Lachgas um mehr als 80 Prozent reduziert werden - nur dadurch, dass wir
weniger Fleisch- und Milchprodukte essen. Forscher des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung hatten unter Verwendung eines Computermodells den
Einfluss des Nahrungsmittelkonsums und landwirtschaftlicher
Produktionstechniken auf das Klima untersucht. Ergebnis: Die globalen
Emissionen von Treibhausgasen würden bei einer Einschränkung des Verzehrs
von Fleisch- und Milchprodukten deutlich vermindert.
Referenz:
NPO, Potsdam Institute for Climate Impact Research
(PIKI, 29.06.2010)
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Bessere mentale
Gesundheit bei Vegetariern
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Unbestritten bringt die vegetarische
Ernährung – nach dem Stand der heutigen Forschung – mehrere günstige
Wirkungen in der Prävention und Therapie einiger Erkrankungen mit sich.
Bisher war jedoch noch nicht bekannt, wie sich die vegetarische
Ernährung auf die mentale Gesundheit des Menschen auswirkt. Diese Frage
ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass in einigen Studien der
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Bild: Günter Havlena, pixelio.de |
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Fischkonsum bzw. die Zufuhr langkettiger
Omega-3-Fettsäuren einen günstigen Effekt auf die psychische
Befindlichkeit ausübten. |
In einer Studie
der Arizona State University wurde untersucht, wie sich die vegetarische
Ernährung auf die Gemütslage des Menschen auswirkt. An der Untersuchung
nahmen 138 gesunde Probanden aus der Religionsgemeinschaft der
Siebentage-Adventisten teil, davon ernährten sich 60 vegetarisch, 78 waren
Mischköstler. Neben der Erfassung der Ernährungsgewohnheiten mussten die
Studienteilnehmer auch zwei psychometrische Fragebogen ausfüllen: die
„Depression Anxiety Stress Scale“ (DASS) und das „Profile of Mood States“ (POMS).
Die Vegetarier berichteten in beiden Testverfahren über bedeutend weniger
negative Emotionen im Vergleich zu den Mischköstlern, hatten also ein
deutlich besseres Testergebnis.
Die Zufuhr von Alpha-Linolensäure und von Linolsäure war bei den Vegetariern
signifikant höher als bei den Mischköstlern, die Aufnahme von EPA und DHA
hingegen war signifikant niedriger. EPA und DHA sind die typischen
Omega-3-Fettsäuren, wie sie im Fischöl vorkommen. Trotz der niedrigen Zufuhr
von EPA und DHA schnitten die Vegetarier bei den beiden psychometrischen
Tests deutlich besser ab als die Mischköstler, was eigentlich den
herrschenden wissenschaftlichen Vorstellungen widerspricht.
Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die geringe Aufnahme der
Arachidonsäure und die hohe Zufuhr der Alpha-Linolensäure ganz
offensichtlich einen günstigen Einfluss auf die psychische Befindlichkeit
hatten. Bereits vor einiger Zeit konnte nachgewiesen werden, dass die
Plasmakonzentrationen von EPA und DHA bei Vegetariern ausreichend sind,
solange eine hohe Aufnahme von Alpha-Lionolensäure gewährleistet ist.
Referenz:
Bonnie L Beezhold et al: Vegetarian diets are associated with healthy mood
states: a cross-sectional study in Seventh Day Adventist adults; Nutrition
Journal 2010
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Vegetarier haben mehr
Mitgefühl gegenüber Tierleid
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Ende Mai erschien in dem wissenschaftlichen Internetfachmagazin „PloS
one“ ein von italienischen Wissenschaftlern verfasster Artikel. Die
Hypothese, die hinter der Studie stand, basierte auf der Beobachtung,
dass Vegetarier und Veganer häufig aus ethischen Gründen tierische
Produkte meiden. Man könnte also vermuten, dass Vegetarier und Veganer
ein größeres Mitgefühl gegenüber Tierleid aufweisen. Dies wurde bei 20
Mischköstlern, 19 Vegetariern und 21 Veganern in einer
Kernspintomographie-Studie untersucht. |
Die Abbildung der Hirnaktivität mittels
Kernspintomographie ist inzwischen ein weit verbreitetes Verfahren in der
psychologischen Grundlagenforschung. Den Versuchsteilnehmern wurden
verschiedene Bilder über das Leid von Tieren, das Leid von Menschen und so
genannte neutrale Bilder, z.B. Landschaften, gezeigt. Während des
Betrachtens der Bilder wurde die Hirnaktivität abgebildet. Die erste
Haupterkenntnis dieser Studie war, dass Veganer und Vegetarier eine höhere
Aktivierung von Mitgefühl-Hirnzentren zeigten, wenn sie mit dem Leid von
Tieren und Menschen konfrontiert wurden. Beim Betrachten von Tierleid wurden
bei Veganern und Vegetariern, im Gegensatz zu Mischköstlern, auch
zusätzliche Hirnregionen aktiviert. Diese Hirnregionen könnte man vorsichtig
mit dem Selbstwertgefühl in Verbindung setzen.
In dieser Studie wurde erstmals nachgewiesen, dass verschiedene
Ernährungsgewohnheiten, denen meist auch unterschiedliche Wertvorstellungen
zugrunde liegen, auch zu einer unterschiedlichen Aktivierung von
Hirnregionen führen. Interessanterweise bestehen bei den
kernspintomopraphischen Bildern auch zwischen Vegetariern und Veganern
deutliche Unterschiede.
Referenzen:
Massimo Filippi et al: The brain functional networks associated to human and
animal suffering difer among omnivores, vegetarians and vegans; PloS One.
2010
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Omega-3-Fettsäuren
wirken nicht fürs Gehirn
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Immer wieder wird behauptet, dass
Omega-3-Fettsäuren gut für das Gehirn seien und einem Gedächtnisschwund
entgegenwirken könnten. In einer Studie in Großbritannien erhielten 867
Teilnehmer zwischen 70 und 80 Jahren hochdosiert Omega-3-Fettsäuren in
Form von Fischölkapseln, eine Kontrollgruppe ein entsprechendes
Placebopräparat. |
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Bild: Ute Kawik, pixelio.de |
Zu Beginn und am
Ende der zwei Jahre dauernden Studie wurde die kognitive Leistungsfähigkeit
aller Teilnehmer mit einer Reihe von standardisierten Gedächtnis- und
Konzentrationstests geprüft.
Nach zwei Jahren hatten die Teilnehmer in der Fischölgruppe deutlich höhere
Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren als die Placebogruppe. Die kognitiven
Leistungen wurden dadurch allerdings nicht beeinflusst. Es gab keine
Unterschiede zwischen der Fischöl- und der Placebogruppe und auch kein
Anzeichen für eine Verbesserung der Leistungen bei den Omega-3-Probanden.
Referenz:
Scinexx.de: Omega-3-Fettsäuren wirken nicht fürs Gedächtnis; 23.04.2010
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Viel Quecksilber im
Thunfisch-Sushi
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Bei einer Untersuchung von rohem Thunfisch
in Sushi-Häppchen fanden Wissenschaftler sehr hohe Konzentrationen an
Quecksilber. Für die Erhebung hatten die Wissenschaftler hundert
Sushi-Proben mit Thunfisch aus Restaurants und Supermärkten in den
US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Colorado ausgewertet.
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Bild: Susi Brandmarke, pixelio.de |
Bei manchen
Thunfischarten überstieg der Quecksilbergehalt die von der US-Umweltbehörde
EPA festgesetzte Obergrenze um mehr als das Dreifache.
Referenz:
Welt-online: Thunfisch-Sushi ist voller Quecksilber; 21. April 2010
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Scharf
bebratenes Fleisch erhöht Blasenkrebs-Risiko
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Wissenschaftler der Universität von Texas verglichen die
Ernährungsgewohnheiten von 884 Patienten mit Blasentumoren mit einer
entsprechenden Kontrollgruppe. In der Gruppe mit dem höchsten Verzehr an
rotem Fleisch lag das Risiko für die Entstehung einer
Blasenkrebserkrankung um 50 Prozent über dem der Personen, die selten
rotes Fleisch aßen. |
Vor allem die
Ernährung mit Steaks, Koteletts und mit gebratenem Speck erwies sich als
kritisch, aber auch der Verzehr von scharf erhitztem Hühnerfleisch und
Fisch. Die Wissenschafter vermuten, dass für die Erhöhung des
Blasenkrebsrisikos die heterozyklischen aromatischen Amine verantwortlich
sind. Diese Substanzen bilden sich ab einer Temperatur von 220 Grad
verstärkt bei der Zubereitung von Muskelfleisch.
Referenz:
Spiegel-online: Scharf gebratenes Fleisch unter Tumor-Verdacht; 20. April
2010
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Nierenfunktion und Ernährung
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Amerikanische Wissenschaftler untersuchten
einen möglichen Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und den
Ernährungsgewohnheiten. Dazu wurden Daten von 3348 Frauen der Nurses
Health Study ausgewertet. Das Kriterium für die Nierenfunktion war die
Ausscheidung von Eiweiß (Mikroalbuminurie). |
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Bild: M. Großmann, pixelio.de |
Eine höhere Zufuhr
von tierischen Fetten und von zwei bis drei Gerichten mit rotem Fleisch pro
Woche erhöhte das Risiko für eine Mikroalbuminurie. Eine niedrige Natrium-
und eine hohe Beta-Carotin-Aufnahme bewirkten hingegen einen protektiven
Effekt.
Referenz:
Lin J et al: Associations of diet with albuminuria and kidney function
decline; Clin J Am Soc Neprol. 2010 Mar 18
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Vegetarische Ernährung vermindert oxidativen Stress und Belastung mit
Antibiotika-Metaboliten
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In einer Studie aus Korea wurde
untersucht, inwieweit sich eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten
auf die Ausscheidung verschiedener Metabolite auswirkt.
Die Studie mit einem Fünftage-Programm
wurde in einer buddhistischen Einrichtung an 25 Personen durchgeführt.
Teil dieses Fünftage-Programms war auch eine |
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Bild: Ernst Rose, pixelio.de |
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vegetarische Ernährung. Bei den
Studienteilnehmern wurden die Urin-Konzentrationen von drei Antibiotika,
verschiedenen Phthalaten und von Malondialdehyd bestimmt. Während der
Phase der vegetarischen Ernährung verminderten sich deutlich die Spiegel
der Antibiotika und Phthalate; auch die Konzentration von Malondialdehyd
im Urin war signifikant niedriger als zu Beginn des Programms.
|
Die Ergebnisse
dieser Studien lassen den Schluss zu, dass selbst eine kurzzeitige
Veränderung im Ernährungsverhalten t die Belastung mit Antibiotika und
Phthalaten signifikan senken kann und den oxidativen Stress vermindert.
Referenz:
Ji K et al: Influence of a five-day vegetarian diet on urinary levels of
antibiotics and phthalate metabolites: A pilot study with «Temple Stay»
participants; Environ Res 2010
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Fleischkonsum und Darmkrebs
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Schon länger ist ein Zusammenhang zwischen
dem colorectalen Carcinom und dem Konsum von rotem Fleisch bzw.
verarbeitetem Fleisch nachgewiesen worden. In einer großen Studie gingen
jetzt US-Forscher der Frage nach, welche Komponenten als die
Hauptverursacher des Tumors anzusehen sind. Sie fanden drei
hauptsächliche Verursacher: Hämeisen, Nitrat/ Nitrit und heterozyklische
Amine. |
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Bild: Rainer Rosenwald, pixelio.de |
In der Studie
wurden über 300.000 Frauen über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet.
Nach dieser Zeit wurden 2.719 Fälle von colorectalem Carcinom in dieser
Gruppe festgestellt. Das obere Fünftel mit dem größten Fleischkonsum zeigte
gegenüber dem Fünftel mit dem kleinsten Fleischkonsum ein signifikant
höheres Darmkrebsrisiko. Bei rotem Fleisch war das Risiko 24 Prozent höher
und bei verarbeitetem Fleisch 16 Prozent. Hierfür war die Aufnahme von
Hämeisen, von Nitraten aus verarbeitetem Fleisch und von heterozyklischen
Aminen signifikant verantwortlich.
Referenz:
Cross AJ et al: A large prospective study of meat consumption and colorectal
cancer risk: An investigation of potential mechanisms underlying this
association: Cancer Res. 2010 mar 9
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Vegetarische Ernährung und Prävention von Übergewicht bei Kindern
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Wissenschaftler der Loma Linda University
nahmen zu der Frage Stellung, ob eine vegetarische Ernährung zur
Prävention des Übergewichts bei Kindern empfehlenswert ist. Eine
Metaanalyse von Vegetarier-Studien bei Erwachsenen hatte gezeigt, dass
vegetarisch lebende Männer und Frauen durchschnittlich einen deutlich
niedrigeren BMI aufweisen als Mischköstler. |
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Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
Auch vegetarisch
lebende Kinder sind schlanker als gleichaltrige
Mischköstler. Studien über den Zusammenhang zwischen Übergewicht und
Nahrungsmittelpräferenzen zeigen, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsweise
zur Prävention des Übergewichts bei Kindern einen sehr günstiger Ansatz
darstellt.
Referenz:
Sabaté J, Wien M: Vegetarian diets and
childhood obesity prevention; Am M Clin Nutr. 2010 Mar 17
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Hähnchen oft mit
Krankheitserregern belastet
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Hähnchen sind zum Zeitpunkt ihrer
Schlachtung häufig mit Salmonellen und Campylobacter-Bazillen belastet.
Dies hat eine EU-weite Studie ergeben, deren Ergebnisse von der
europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurde.
Die nachgewiesenen Erreger sind häufige Verursacher von
Magen-Darm-Erkrankungen im Menschen. |
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Bild: Uta Dohlenburg, pixelio.de |
Die Keimbelastung
der untersuchten Tiere mit Campylobacter beträgt EU-weit 71,2 Prozent im
Darminhalt und 77 Prozent außen auf dem Schlachtkörper.
Mit Salmonellen waren euopaweit 15,7 Prozent der geschlachteten Hähnchen
belastet.
Referenz:
Netdoctor.de, 18.03.2010
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Ernährungsgewohnheiten
und Pankreaskarzinom
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In den Jahren zwischen 1991 und 2008 wurde
in Norditalien eine Fall-kontroll-Studie durchgeführt, um den
Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und Pankreaskarzinom zu
untersuchen. In die Studie wurden 326 Patienten einbezogen, die aufgrund
eines Pankreaskarzinoms in verschiedenen norditalienischen Kliniken
stationär behandelt wurden. Als Kontrollgruppe |
|
Bild: Aka, pixelio.de |
| dienten 652
Patienten, die in denselben Kliniken stationär versorgt wurden, jedoch
keine Tumorerkrankung aufwiesen. |
Die
Ernährungsgewohnheiten der Patienten wurden mit Hilfe eines validierten
Fragebogens ermittelt. Ein häufiger Fleischkonsum war mit einem zweifach
erhöhten Risiko für Pankreaskarzinom assoziiert. Das Risiko war insbesondere
für scharf gebratenes und geschmortes Fleisch signifikant.
Nicht-Zitrusfüchte und gekochtes Gemüse hatten einen Schutzeffekt gegen die
Entstehung eines Pankreaskarzinoms. Interessanterweise erwies sich auch der
Zuckerkonsum als Risikofaktor für das Pankreaskarzinom.
Referenz:
Polesel J. et al.: Dietary habits and risk of pancreatic cancer: an Italian
case-control study; Cancer Causes Control. 2009 Nov. 29
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Fleisch erhöht Risiko für
Hepatitis E
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Die Hepatitis E wird durch das
Hepatitis-E-Virus (HEV) hervorgerufen und wird inzwischen als Zoonose
und als Anthro-ponose angesehen. Schweine, Wild-schweine und Rotwild
wurden als Reservoir für HEV-Viren indentifiziert. Schalentiere gelten
schon länger als Überträger von HEV-Viren. Das Essverhalten und die
Formen der Zubereitung bestimmen, in welchem Umfang HEV übertragen
werden kann oder nicht. |
|
Bild: Juana Krener, pixelio.de |
| |
|
Ein anderer Infektionsweg erfolgt über die
Ausscheidung der Viren durch Menschen und Tiere. |
Referenz:
Teo CG.: Much meat, much malady: changing perceptions of the epidemiology of
hepatitis E; Clin Microbiol Infect. 2010Jan;16(1):24-32
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Vegetarische Ernährung vermindert das Risiko für Kehlkopfkrebs
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Italienische Wissenschaftler untersuchten
den Einfluss der Ernährung auf die Entstehung des Kehlkopfkrebses. Dabei
wurden 460 Patienten mit histologisch bestätigtem Kehlkopfkrebs in die
Studie einbezogen. Als Kontrollgruppe dienten 1088 Patienten, die nicht
wegen einer Tumorerkrankung behandelt wurden. Die Ernährungsgewohnheiten
der Studien-teilnehmer wurden mit einem 78-Punkte-Fragebogen erfasst.
|
|
Bild: Sylvia-Verena Michel, pixelio.de |
| |
|
Dabei wurden fünf Haupternährungsmuster
identifiziert: tierische Produkte, stärkereiche Produkte, Vitamine und
Ballaststoffe, pflanzliche ungesättigte Fettsäuren und tierische
ungesättigte Fettsäuren. Das Ernährungsmuster „Vitamine und
Ballaststoffe“ war invers mit dem Kehlkopfkarzinom verknüpft. Die
Ernährungsformen „tierische Produkte und tierische Fettsäuren“ waren
direkt mit der Entstehung des Kehlkopfkarzinoms assoziiert. Die Autoren
der Studie schlossen daraus, dass Ernährungsformen mit vielen tierischen
Produkten und tierischen Fetten direkt mit dem Risiko für Kehlkopfkrebs
verbunden sind. Ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse bildet einen
Schutzeffekt gegen diese Tumorart. |
Referenz:
Valeria Edefonti et al.: Nutrient-based Dietary Patterns and Laryngeal
Cancer: Evidence form an Exploratory Factor Analysis; Cancer Epidemiol
Biomarkers Prev. 2010 Jan;19(1):18-27.
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Hämeisen als
Risikofaktor für das Colonkarzinom
 |
Aufgrund mehrerer Studien ist die Annahme
naheliegend, dass eine hohe Zufuhr von Hämeisen durch den Verzehr von
rotem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für das Colonkarzinom assoziiert
ist. Allerdings war bisher noch nicht klar, wie dieser Effekt zustande
kommt. Japanische Forscher untersuchten in einer Studie, inwieweit
Hämeisen DNA-Schäden und eine Zellproliferation durch die Bildung von
Wasserstoffperoxid hervorruft. |
|
Bild: Margot Kessler, pixelio.de |
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In der Studie wurde ein Hemmstoff der
Hämoxigenase eingesetzt, dadurch konnte das Hämeisen keine DNA-Schäden
und ungehemmtes Zellwachstum mehr in den Darmzellen erzeugen. Das
Ergebnis dieser Untersuchung konnte also zeigen, dass Hämeisen die
erwähnten Schäden durch die Bildung von Wasserstoffperoxid hervorruft.
Dies wiederum könnte eine sehr gute Erklärung dafür sein, weshalb eine
hohe Zufuhr von Hämeisen (im roten Fleisch) das Risiko für Darmkrebs
erhöht. |
Referenz:
Ishikawa SI et al.: Heme induces DNA damage and hyperproliferation of
colonic epithelial cells via hydrogen peroxide produced by heme oxygenase: A
possibile mechanism of heme-induced colon cancer; Mol Nutr Food Res. 2010
Jan 28.
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Diabetes-Risiko und
Ernährungsgewohnheiten
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Von der University of Hawai wurde der
Einfluss verschiedener Ernährungsgewohnheiten auf das Diabetes-Risiko
untersucht. Anlass für diese Untersuchung war die Tatsache, dass die
hohe Inzidenz des Diabetes mellitus unter Amerikanern japanischer
Abstammung und unter Ureinwohnern von Hawai nicht durch den BMI-Index
erklärt werden können. |
|
Bild: Hans-Peter Häge, pixelio.de |
An der großen
multi-ethnischen Studie nahmen 29759 Kaukasier, 35244 Amerikaner japanischer
Abstammung sowie 10509 Ureinwohner von Hawaii teil. Die 45-75 jährigen
Studienteilnehmer füllten einen Ernährungsfragebogen aus. Nach 14 Jahren gab
es 8587 Fälle von Diabetes mellitus. Unter Berücksichtigung anderer
Risikofaktoren wurde festgestellt, dass das Diabetes-Risiko bei Männern und
Frauen signifikant mit der Ernährungsgewohnheit „Fett und Fleisch“
assoziiert war. Nach einer Gruppierung nach dem BMI-Index verblieb das
Ernährungsmuster „Fett und Fleisch“ ein maßgeblicher Auslösefaktor,
besonders bei übergewichtigen Männern und bei übergewichtigen japanischen
Frauen. Ein hoher Verzehr an Gemüse verminderte das Diabetes-Risiko bei
Männern. Das Ernährungsmuster „Obst und Milch“ schien bei Frauen
vorteilhafter zu sein. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass
eine hohe Aufnahme von Fleisch und Fett das Diabetes-Risiko in allen
ethnischen Gruppen erhöht, wohingegen der Einfluss anderer Ernährungsmuster
je nach Geschlecht und Abstammung variiert.
Referenz:
Eber E. et al.: Dietary Patterns and Risk for Diabetes: The Multiethnic
Cohort.; Diabetes Care.
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Fischkonsum erhöht
Schadstoffbelastung
 |
Wissenschaflter aus China haben die
Schadstoffbelastungen bei Patientinnen untersucht, denen Leiomyome des
Uterus entfernt worden waren. Ziel der Studie war zu untersuchen, ob die
Aufnahme von Umweltgiften mit dem Auftreten dieser Tumorart
zusammenhängt. Dazu wurden bei Patientinen mit Leiomyomen sowohl
sub-cutanes wie auch viszerales Fett entnom-men. Bei einer
Kontrollgruppe nur subcuta-nes Fett im Rahmen einer Fettabsaugung. |
|
Bild: Klaus-Uwe Gerhard, pixelio.de |
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Es wurden verschiedene Umweltgifte
bestimmt, darunter die Schwermetalle Arsen, Cadmium, Blei und
Quecksilber sowie Kohlenwasserstoff-Verbindungen (wie DDTs, HCHs, PCBs).
Viele Umweltgifte haben einen östrogenartigen Effekt und stehen deshalb
in Verdacht, östrogenabhängige Tumore zu fördern. Bei den Patienten mit
Leiomyomen wurde eine höhere Konzentration von vielen der gemessenen
Schadstoffe nachgewiesen als bei den Kontroll-Personen. Die Anreicherung
von Schadstoffen im Organismus korreliert positiv mit dem Verzehr von
Seafood, d.h. von Nahrungsmitteln, die aus dem Meer stammen, z.B.
Fische, Meeresfrüchte, Algen etc.
Die Autoren der Studie empfehlen, dass
Frauen die Aufnahme von Umweltgiften so gut wie möglich vermindern
sollten. Insbesondere sollten bestimmte Fischarten selten verzehrt
werden, z.B. Thunfisch, Schwertfisch und Schalentiere, die dafür bekannt
sind, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle anzureichern. |
Referenz:
Yan Yan Quin et al.: Persistent organic pollutants and heavy metals in
adipose tissues of patients with uterine leiomyomas and the association for
these pollutants with seafood diet, BMI, and age; Environmental Science and
Pollution Resarch.
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Krebsrisiko
durch den Verzehr von gebratenem Fleisch
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Ein hoher Konsum von Fleisch, insbesondere
von rotem Fleisch, wurde bereits in vielen epidemiologischen Studien mit
häufig auftretenden Krebserkrankungen wie Prostata-, Darm- und
Prostata-Krebs in Zusammenhang gebracht.
Die Resultate von entsprechenden Studien der letzten 10 Jahre wurden
jetzt in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst und bewertet.
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|
Bild: missfits, Lebensmittelfotos.com |
Die Mehrzahl
dieser Studien zeigten, dass ein hoher Verzehr von gut gebratenem Fleisch
eine große Belastung mit Karzinogenen darstellt, speziell mit
heterozyklischen Aminen (HCAs), und dadurch das Krebsrisiko erhöht.
Die heterozyklischen Amine durch Fleischkonsum werden immer wieder mit
Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. HCAs sind eine Gruppe von
mutagenen Verbindungen, die in gekochtem Fleisch, hauptsächlich in gut
durchgebratenen Fleischwaren, entstehen. HCAs wirken äußerst mutagen, wie in
verschieden Ames/ Salmonellen-Tests festgestellt wurde.
Referenz:
Zheng W, Lee SA: Well-done meat intake, heterocyclic amine exposure, and
cancer risk; Nutr Cancer. 2009; 61(4): 437-46
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Eisenaufnahme aus tierischen Lebensmittel und Endometrium-Karzinom
 |
Der Verzehr von rotem Fleisch und
tierischen Fetten ist ein Risikofaktor für die Entstehung eines
Endometrium-Karzinoms (Tumorerkrankung der Gebärmutterschleimhaut). Das
wurde bislang schon in mehreren Studien festgestellt. Bisher war aber
nicht bekannt, welchen Einfluss das Eisen aus tierischen Lebensmittel
auf die Tumorentstehung hatte. |
|
Bild: missfits, Lebensmittelfotos.com |
Wissenschaftler
des Institute for Medicine and Public Health der Universität Nashville in
Tennessee untersuchten in einer groß angelegten Studie diesen Zusammenhang.
An der „Shanghai Endometrial cancer Study“ nahmen 1204 Patientinnen mit
Endometrium-Karzinom sowie 1212 gesunde Kontrollpersonen teil. Dabei wurden
in Interviews und Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten ermittelt, und
anhand von Lebensmitteltabellen wurde die Menge der Einnahme von Eisen aus
tierischen Lebensmitteln und von Fetten berechnet.
Bei postmenopausalen Frauen und bei Frauem mit einem BMI größer als 25 wurde
ein Zusammenhang zwischen der Eisenaufnahme aus tierischen Quellen und dem
Risiko eines Endometrium-Karzinoms festgestellt.
Demzufolge könnte bei postmenopausalen und übergewichtigen Frauen eine
Vermeidung von Hämeisen das Risiko für die Entstehung des
Endometrium-Krebses senken.
Referenz:
Kallianpur AR et al: Dietary iron intake and risk of endometrial cancer: a
population-based case-control study in Shanghai, China; Nutr Cancer.
2010-62(1): 40-50
nach oben
Ernährungsweise trägt wesentlich zur Belastung des Körpers mit PBDE in den
USA bei
 |
Die Bevölkerung der USA ist via Feinstaub
und Ernährung polybromierten Diphenylethenen (PBDEs) ausgesetzt. PBDEs
sind bromhaltige organische Chemikalien, die als Flammschutzmittel in
vielen Kunststoffen und Textilien eingesetzt werden. Wissenschaftler der
Boston University untersuchten den Anteil der Ernährung an der
PBDE-Belastung in der US-Bevölkerung. |
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Bild: Annette Sagert,
lebensmittelfotos.com |
Dazu wurden
verschiedene Testverfahren eingesetzt. Verwendet wurden Daten der
NHANES-Studie 2003 – 2004. Die Serumkonzentration der Summe der PBDEs war
bei den Vegetariern im Vergleich zu den Fleischesserbesseren n signifikant
niedriger (23 bzw. 27 Prozent). Es zeigte sich, dass der Verzehr von
Hühnerfleisch und rotem Fleisch entscheidend zur PBDE-Belastung der
Bevölkerung in den USA beiträgt. Der Verzehr von Milchprodukten und Fisch
stellte kein Risiko dar.
Referenz:
Fraser AJ et al: Diet contributes significantly to the body burden of PBDEs
in the general U.S. population; Environ Health Perspect. 2009 Oct; 117(10):
1520-5. Epub 2009 Jun 19.
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Vegetarier weisen
einen veränderten Säure-Basen-Haushalt auf
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Wissenschaftler der Universität Brüssel
untersuchten in einer Studie, inwieweit sich das
Säure-Basen-Gleichgewicht von Vegetariern und Nichtvegetariern
unterscheidet. Außerdem wollte man Aufschluss darüber, ob noch bestimmte
Lebensmittel in die PRAL-Liste einzubeziehen wären. |
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Bild: dauni, lebensmittelfotos.com |
An der Studie
hatten 30 Vegetarier und 30 Nichtvegetarier im Alter zwischen 18 und 30
Jahren teilgenommen.Dabei wurden Geschlecht, Alter und BMI berücksichtigt.
Basierend auf einem 3-Tage-Speiseplan wurde unter Verwendung der
PRAL-Methode der Säure-Basen-Status ermittelt. Für Vegetarier wurde ein
basischer Mittelwert mit der PRAL-Standard-Tabelle von –5,4 +/- 14,4 m Eq/ d
eingeschätzt und im Vergleich dazu für Nichtvegetarier ein Säurewert von
10,3 +/- 14,4 m Eq/ d. Mit der erweiterten PRAL-Tabelle ergaben sich für
Vegetarier basische Mittelwerte von -10,9 +/- 19,7 und für Nichtvegetarier
ein saurer Mittelwert von 13,8 +/- 17,1 mEq/ d (p < 0,001). Die Studie
zeigt, dass bei Vegetariern im Vergleich mit den Lebensmitteln der
Mischköstler die konsumierten Lebensmittel eine alkalisierende Wirkung
hatten. Die Verwendung der Standard-PRAL-Tabelle reichte zur Unterscheidung
zwischen den beiden Ernährungsweisen aus.
Referenz:
Derienmaeker P et al: Nutrient based estimation of acid-base balance in
vegetarians and non-vegetarians; Plant Foods Hum Nutr. 2010 Jan 7
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