Studien 2010




Low-Carb-Diet mit hohem Anteil an tierischen Proteinen erhöhen Sterblichkeit
Ernährung hat Einfluss auf Sepsisrisiko
Rotes Fleisch erhöht KHK-Risiko bei Frauen

Vegetarier schreiben Tieren mehr menschliche Emotionen zu
Fleischkonsum fördert Übergewicht

Western diet begünstigt ADHS
Rotes Fleisch erhöht Risiko für Herzinsuffizienz
Geringeres Risiko für das metabolische Syndrom bei vegetarischer Ernährung

Estrogene im Fleisch könnten hormonabhängige Tumoren fördern
Fleischkonsum erhöht Körpergewicht
Eiweißbetonte Reduktionsdiät verschlechtert Knochendichte
Weniger Fleischverzehr hilft dem Klima

Bessere mentale Gesundheit bei Vegetariern
Vegetarier haben mehr Mitgefühl gegenüber Tierleid
Omega-3-Fettsäuren wirken nicht fürs Gehirn
Viel Quecksilber im Thunfisch-Sushi
Scharf gebratenes Fleisch erhöht Blasenkrebs-Risiko
Nierenfunktion und Ernährung

Vegetarische Ernährung vermindert oxidativen Stress und Belastung mit Antibiotika-Metaboliten
Fleischkonsum und Darmkrebs
Vegetarische Ernährung und Prävention von Übergewicht bei Kindern
Hähnchen oft mit Krankheitserregern belastet

Ernährungsgewohnheiten und Pankreaskarzinom

Fleisch erhöht Risiko für Hepatitis E
Vegetarische Ernährung vermindert das Risiko für Kehlkopfkrebs
Hämeisen als Risikofaktor für das Colonkarzinom
Diabetes-Risiko und Ernährungsgewohnheiten

Fischkonsum erhöht Schadstoffbelastung
Krebsrisiko durch den Verzehr von gebratenem Fleisch
Eisenaufnahme aus tierischen Lebensmittel und Endometrium-Karzinom
Ernährungsweise trägt wesentlich zur Belastung des Körpers mit PBDE in den USA bei
Vegetarier weisen einen veränderten Säure-Basen-Haushalt auf

 

Low-Carb-Diet mit hohem Anteil an tierischen Proteinen erhöhen Sterblichkeit

Eine Studie des Veterans Affairs Medical Center hat ergeben, dass die Low-Carb-Diet, eine Ernährungsform mit niedrigem Kohlenhydratanteil, kombiniert mit einem hohen Anteil an tierischen Fetten und Proteinen, die Sterblichkeit insgesamt um 23 Prozent erhöht. Das Risiko, an einem Tumor zu versterben, war sogar um 28 Prozent erhöht.
Bild: Kathrin Frischemann, pixelio.de

Für die Studie wurden die Daten von 130.000 Angehörigen der Gesundheitsberufe über einen Zeitraum von wenigstens 20 Jahren herangezogen. Eine Low-Carb-Diet mit einem hohen Anteil pflanzlicher Proteine senkte das Sterblichkeitsrisiko um 20 Prozent und das Sterblichkeitsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 23 Prozent. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass ein hoher Protein- und Fettanteil aus tierischen Quellen eindeutig gesundheitsschädlich ist. Die gleichen Makronährstoffe aus pflanzlichen Quellen vermindern hingegen die Sterblichkeit.

Referenz:
WebMD Health News, by Jennifer Warner, Sept. 7, 2010: Low-Carb Diets based on meat protein rather than vegetable protein may raise death risk, study finds

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Ernährung hat Einfluss auf Sepsisrisiko

Die Sepsis fordert viel mehr Todesopfer als bisher gedacht: Nach einer aktuellen Studie des Kompetenz-Netzes Sepsis sterben hierzulande jeden Tag durchschnittlich 162 Menschen an einer Sepsis. Nach diesen Zahlen fordert die Sepsis fast ebenso viele Todesopfer wie der Herzinfarkt und ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Ungesunde Ernährungsgewohnheiten sind wahrscheinlich ein Hauptgrund dafür, dass Blutvergiftungen so häufig tödlich enden. Es ist schon länger bekannt, dass eine Blutvergiftung bei Übergewicht oft besonders schwer verläuft. Übergewichtige haben ein sieben mal so hohes Risiko, an einer Sepsis zu sterben, als Normalgewichtige. Vor Kurzem konnte nachgewiesen werden, dass eine fettreiche Ernährung im Sinne der „Western Diet“ zu einer Entgleisung der Immunreaktion führen kann. Entscheidender Faktor ist eine Ernährung mit viel Fett, gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und Kohlenhydraten.

Referenz:
focus.de, 19.10.2010: Fettes Essen verschärft Sepsis

 

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Rotes Fleisch erhöht KHK-Risiko bei Frauen

Im Rahmen der Nurses Health Study wurde untersucht, welchen Einfluss Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko für Koronare-Herz-Erkrankung (KHK) haben. Aufgrund der vorhandenen Daten konnte nachgewiesen werden, dass der Verzehr von rotem Fleisch eindeutig das KHK-Risiko steigert und dass dieses Risiko durch Veränderung der Proteinquelle vermindert werden kann.

Referenz:
Bernstein AM et al.: Major dietary protein sources and risk of coronary heart disease in women; Circulation, 2010 Aug 16

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Vegetarier schreiben Tieren mehr menschliche Emotionen zu

In dem European Journal of Social Psychology wurde eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Bonn publiziert. Fleischesser und Vegetarier sollten auf einer Skala markieren, ob bestimmte Emotionen sowohl Menschen als auch Tieren oder nur Menschen zu eigen sind.
Bild: freedigitalphotos.net

Dabei zeigte sich, dass Vegetarier insgesamt menschlicher wahrnehmen als Mischköstler, vor allem auch die Tiere, die in Europa für die Nahrungsmittelproduktion gezüchtet werden. Bei Fleischessern besteht in der Regel ein vernunftorientiertes Konzept menschlicher Einzigartigkeit, das Tieren gewisse Eigenschaften abspricht. Diese Strategie dient häufig auch als psychologische Rechtfertigung der Tötung im Krieg, nämlich dass man Menschengruppen gewisse dem Menschen auszeichnende Eigenschaften abspricht.

Referenz:
scinexx.de, 24.08.2010

 

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Fleischkonsum fördert Übergewicht

Bei Teilnehmern der EPIC-PANACEA-Study wurde die Assoziation zwischen einer Zunahme des Körpergewichts und dem Verzehr von rotem Fleisch, Geflügel und verarbeiteten Fleischprodukten untersucht. Dazu wurden Daten von 103.455 Männern und 270.348 Frauen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren ausgewertet.
 

Bild: freedigitalphotos.net

Es zeigte sich, dass nach einem Beobachtungszeitraum von fünf Jahren sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine Gewichtszunahme mit dem Fleischverzehr korrelierte, unabhängig davon, ob die Probanden vor der Studie übergewichtig oder normalgewichtig waren. Eine Zunahme der Fleischaufnahme von 250 Gramm täglich führte nach fünf Jahren zu einer Gewichtszunahme von ca. 2 kg. Der Verzehr von rotem Fleisch, verarbeiteten Fleischprodukten und Geflügel korrelierte ebenfalls mit einer Gewichtszunahme.

Referenz:
Anne-Claire Vergnaud et al.: Meat Consumption and prospective weight change in participants of the EPIC-PanaCEA study; Am J Clin Nutr. 92: 398-407, 2010

 

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Western diet begünstigt ADHS

Australische Wissenschaftler untersuchten bei 1.800 Heranwachsenden die Ernährungsgewohnheiten in Bezug auf ADHS-Symptome. Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, die sich bevorzugt in Form der Western diet ernährten, ein doppelt so hohes Risiko für ADHS aufwiesen als die Kinder mit einer hohen Zufuhr z.B. an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
Bild: Harald Wanetschka, pixelio.de

Als Western-diet-Ernährungsstil wurde ein hoher Verzehr von Fertigprodukten, Gebäck, Gebratenem und Imbisskost definiert. Als besonders ungünstig erwiesen sich Imbisskost, verarbeitete Fleischprodukte, rotes Fleisch, fette Milchprodukte und Süßigkeiten.

Referenz:
Medical News Today, 30. Jul 2010, Link between Western diet and ADHD

 

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Rotes Fleisch erhöht Risiko für Herzinsuffizienz

Bei den Teilnehmern der Physicians Health Studie (21.120 offenbar gesunde Männer) wurde untersucht, ob der Fleischverzehr einen Einfluss auf die Entstehung der Herzinsuffizienz hat. Die Daten zeigten eindeutig, dass ein hoher Verzehr von rotem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz verbunden ist. Dieser Zusammenhang bestand unabhängig davon, ob vorher ein Herzinfarkt auftrat oder nicht.
Bild: wrw, pixelio.de
 

Referenz:
A. Ashaye et al.: Red meat consumption and risk of heart failure in male physicians; available online 2 August 2010

 

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Geringeres Risiko für das metabolische Syndrom bei vegetarischer Ernährung

Bei Teilnehmern der Adventist Health Study 2 wurde der Einfluss der Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko für das metabolische Syndrom untersucht. Es wurden drei Ernährungstile unterschieden: vegetarische Ernährung, semi-vegetarische Ernährung und Mischkost. Die Vegetarier hatten das geringste Risiko für das metabolische Syndrom, gefolgt von den Semi-Vegetariern.
Bild: Joujou, pixelio.de

Die Blutzuckerspiegel, Cholesterinkonzentrationen, der Blutdruck und andere Parameter waren bei den Vegetariern deutlich niedriger als bei den Mischkösterlern.

Referenz:
Nico Samuel Rizzo et al.: Vegetarian diets are associated with a lower risk of metabolic syndrome. The Adventist Health Study 2; The FASEB Journal, 2010

 

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Estrogene im Fleisch könnten hormonabhängige Tumoren fördern

Es ist schon länger bekannt, dass Estrogene in Kontrazeptiva die Entstehung hormonabhängiger Tumoren fördern können. Bisher wurde aber wenig erforscht, inwieweit die Estrogenaufnahme aus Fleisch die Tumorhäufigkeit beeinflusst, obwohl bekannt ist, dass Rindfleisch und Hühnerfleisch von Tieren stammt, die häufig Estrogensupplemente erhalten.

Japanische Wissenschaftler untersuchten nun in verschiedenen Fleischproben die Estrogenkonzentration. Die Hormonkonzentrationen waren generell im Fett höher als im Muskelfleisch. Japanisches und US-amerikanisches Hühnerfleisch wiesen die höchsten Estrogenkonzentrationen auf. Auch Rindfleisch aus den USA war estrogenbelastet. Bei japanischem Rindfleisch und brasilianischem Hühnerfleisch wurde keine Estrogenbelastung nachgewiesen. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die Estrogenbelastung in den Fleischproben sicherlich auf die Estrogenzufuhr während der Tierhaltung zurückzuführen ist. Die Estrogenkonzentration im Fleisch seien natürlich viel niedriger als die in Kontrazeptiva. Wenn man aber den lebenslangen Verzehr von Fleisch in Betracht zieht, muss die Estrogenzufuhr über dieses Produkt durchaus als ein Faktor angesehen werden, der die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Estrogene aus Fleisch und Fleischprodukten fördern die Estrogenanreicherung im menschlichen Körper und könnten auch das Auftreten hormonabhängiger Tumoren fördern.

Referenz:
Y Handa et al.: Does dietary estrogen intake from meat relate to the incidence of hormone-dependent cancers? Journal of Clinical Oncology, 2010 ASCO Annual Meeting Proceedings, Vol. 28, No 15, 2010

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Fleischkonsum erhöht Körpergewicht

Verschiedene Studien hatten bereits gezeigt, dass der Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten zu einer Zunahme des Körpergewichts führen kann. Im Rahmen der großen europäischen EPIC-Studie mit 103.455 Männern 270.348 Frauen wurde untersucht, wie sich der Fleischkonsum auf die Gewichtsentwicklung innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren auswirkt.
Bild: Thomas Fürböter, aboutpixel.de

Es zeigte sich, dass der Fleischverzehr mit einer Gewichtszunahme assoziiert war, sowohl bei normalgewichtigen wie auch bei übergewichtigen Versuchspersonen. Ein Mehrverzehr von 250 Gramm Fleisch täglich führte innerhalb von fünf Jahren zu einer zusätzlichen Gewichtszunahme von zwei Kilogramm. Die Autoren der Studie schlagen zur Verbesserung der Gewichtskontrolle eine Verminderung des Fleischkonsums vor.

Referenz:
Vergnaud AC et al: Meat consumption and prospektive weight change in participants of the EPIC-PANACEA study; Am J Clin Nutr. 2010 Jun 30

 

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Eiweißbetonte Reduktionsdiät verschlechtert Knochendichte

Von der Purdue University wurden verschiedene Reduktionsdiäten in Bezug auf eine Beeinflussung der Knochendichte untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass ein hoher Proteinanteil tierischen Ursprungs den Knochenabbau bei übergewichtigen postmenopausalen Frauen beschleunigte.
Bild: Sv, Lebensmittelfotos.com

Referenz:
Campbell WW, Tang M: Protein intake, weight loss, and bone mineral density in postmenopausal women; J Gerontol A Biol Sci Med. Sci. 2010 Jul 6.

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Weniger Fleischverzehr hilft dem Klima

Bis zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftsbedingte Ausstoß von Methan- und Lachgas um mehr als 80 Prozent reduziert werden - nur dadurch, dass wir weniger Fleisch- und Milchprodukte essen. Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hatten unter Verwendung eines Computermodells den Einfluss des Nahrungsmittelkonsums und landwirtschaftlicher Produktionstechniken auf das Klima untersucht. Ergebnis: Die globalen Emissionen von Treibhausgasen würden bei einer Einschränkung des Verzehrs von Fleisch- und Milchprodukten deutlich vermindert.

Referenz:
NPO, Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIKI, 29.06.2010)

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Bessere mentale Gesundheit bei Vegetariern

Unbestritten bringt die vegetarische Ernährung – nach dem Stand der heutigen Forschung – mehrere günstige Wirkungen in der Prävention und Therapie einiger Erkrankungen mit sich. Bisher war jedoch noch nicht bekannt, wie sich die vegetarische Ernährung auf die mentale Gesundheit des Menschen auswirkt. Diese Frage ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass in einigen Studien der
Bild: Günter Havlena, pixelio.de
Fischkonsum bzw. die Zufuhr langkettiger Omega-3-Fettsäuren einen günstigen Effekt auf die psychische Befindlichkeit ausübten.

In einer Studie der Arizona State University wurde untersucht, wie sich die vegetarische Ernährung auf die Gemütslage des Menschen auswirkt. An der Untersuchung nahmen 138 gesunde Probanden aus der Religionsgemeinschaft der Siebentage-Adventisten teil, davon ernährten sich 60 vegetarisch, 78 waren Mischköstler. Neben der Erfassung der Ernährungsgewohnheiten mussten die Studienteilnehmer auch zwei psychometrische Fragebogen ausfüllen: die „Depression Anxiety Stress Scale“ (DASS) und das „Profile of Mood States“ (POMS). Die Vegetarier berichteten in beiden Testverfahren über bedeutend weniger negative Emotionen im Vergleich zu den Mischköstlern, hatten also ein deutlich besseres Testergebnis.
Die Zufuhr von Alpha-Linolensäure und von Linolsäure war bei den Vegetariern signifikant höher als bei den Mischköstlern, die Aufnahme von EPA und DHA hingegen war signifikant niedriger. EPA und DHA sind die typischen Omega-3-Fettsäuren, wie sie im Fischöl vorkommen. Trotz der niedrigen Zufuhr von EPA und DHA schnitten die Vegetarier bei den beiden psychometrischen Tests deutlich besser ab als die Mischköstler, was eigentlich den herrschenden wissenschaftlichen Vorstellungen widerspricht.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die geringe Aufnahme der Arachidonsäure und die hohe Zufuhr der Alpha-Linolensäure ganz offensichtlich einen günstigen Einfluss auf die psychische Befindlichkeit hatten. Bereits vor einiger Zeit konnte nachgewiesen werden, dass die Plasmakonzentrationen von EPA und DHA bei Vegetariern ausreichend sind, solange eine hohe Aufnahme von Alpha-Lionolensäure gewährleistet ist.

Referenz:
Bonnie L Beezhold et al: Vegetarian diets are associated with healthy mood states: a cross-sectional study in Seventh Day Adventist adults; Nutrition Journal 2010

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Vegetarier haben mehr Mitgefühl gegenüber Tierleid

Ende Mai erschien in dem wissenschaftlichen Internetfachmagazin „PloS one“ ein von italienischen Wissenschaftlern verfasster Artikel. Die Hypothese, die hinter der Studie stand, basierte auf der Beobachtung, dass Vegetarier und Veganer häufig aus ethischen Gründen tierische Produkte meiden. Man könnte also vermuten, dass Vegetarier und Veganer ein größeres Mitgefühl gegenüber Tierleid aufweisen. Dies wurde bei 20 Mischköstlern, 19 Vegetariern und 21 Veganern in einer Kernspintomographie-Studie untersucht.

Die Abbildung der Hirnaktivität mittels Kernspintomographie ist inzwischen ein weit verbreitetes Verfahren in der psychologischen Grundlagenforschung. Den Versuchsteilnehmern wurden verschiedene Bilder über das Leid von Tieren, das Leid von Menschen und so genannte neutrale Bilder, z.B. Landschaften, gezeigt. Während des Betrachtens der Bilder wurde die Hirnaktivität abgebildet. Die erste Haupterkenntnis dieser Studie war, dass Veganer und Vegetarier eine höhere Aktivierung von Mitgefühl-Hirnzentren zeigten, wenn sie mit dem Leid von Tieren und Menschen konfrontiert wurden. Beim Betrachten von Tierleid wurden bei Veganern und Vegetariern, im Gegensatz zu Mischköstlern, auch zusätzliche Hirnregionen aktiviert. Diese Hirnregionen könnte man vorsichtig mit dem Selbstwertgefühl in Verbindung setzen.

In dieser Studie wurde erstmals nachgewiesen, dass verschiedene Ernährungsgewohnheiten, denen meist auch unterschiedliche Wertvorstellungen zugrunde liegen, auch zu einer unterschiedlichen Aktivierung von Hirnregionen führen. Interessanterweise bestehen bei den kernspintomopraphischen Bildern auch zwischen Vegetariern und Veganern deutliche Unterschiede.

Referenzen:
Massimo Filippi et al: The brain functional networks associated to human and animal suffering difer among omnivores, vegetarians and vegans; PloS One. 2010

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Omega-3-Fettsäuren wirken nicht fürs Gehirn

Immer wieder wird behauptet, dass Omega-3-Fettsäuren gut für das Gehirn seien und einem Gedächtnisschwund entgegenwirken könnten. In einer Studie in Großbritannien erhielten 867 Teilnehmer zwischen 70 und 80 Jahren hochdosiert Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln, eine Kontrollgruppe ein entsprechendes Placebopräparat.
Bild: Ute Kawik, pixelio.de

Zu Beginn und am Ende der zwei Jahre dauernden Studie wurde die kognitive Leistungsfähigkeit aller Teilnehmer mit einer Reihe von standardisierten Gedächtnis- und Konzentrationstests geprüft.
Nach zwei Jahren hatten die Teilnehmer in der Fischölgruppe deutlich höhere Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren als die Placebogruppe. Die kognitiven Leistungen wurden dadurch allerdings nicht beeinflusst. Es gab keine Unterschiede zwischen der Fischöl- und der Placebogruppe und auch kein Anzeichen für eine Verbesserung der Leistungen bei den Omega-3-Probanden.

Referenz:
Scinexx.de: Omega-3-Fettsäuren wirken nicht fürs Gedächtnis; 23.04.2010

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Viel Quecksilber im Thunfisch-Sushi

Bei einer Untersuchung von rohem Thunfisch in Sushi-Häppchen fanden Wissenschaftler sehr hohe Konzentrationen an Quecksilber. Für die Erhebung hatten die Wissenschaftler hundert Sushi-Proben mit Thunfisch aus Restaurants und Supermärkten in den US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Colorado ausgewertet.
Bild: Susi Brandmarke, pixelio.de

Bei manchen Thunfischarten überstieg der Quecksilbergehalt die von der US-Umweltbehörde EPA festgesetzte Obergrenze um mehr als das Dreifache.

Referenz:
Welt-online: Thunfisch-Sushi ist voller Quecksilber; 21. April 2010

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Scharf bebratenes Fleisch erhöht Blasenkrebs-Risiko

Wissenschaftler der Universität von Texas verglichen die Ernährungsgewohnheiten von 884 Patienten mit Blasentumoren mit einer entsprechenden Kontrollgruppe. In der Gruppe mit dem höchsten Verzehr an rotem Fleisch lag das Risiko für die Entstehung einer Blasenkrebserkrankung um 50 Prozent über dem der Personen, die selten rotes Fleisch aßen.

Vor allem die Ernährung mit Steaks, Koteletts und mit gebratenem Speck erwies sich als kritisch, aber auch der Verzehr von scharf erhitztem Hühnerfleisch und Fisch. Die Wissenschafter vermuten, dass für die Erhöhung des Blasenkrebsrisikos die heterozyklischen aromatischen Amine verantwortlich sind. Diese Substanzen bilden sich ab einer Temperatur von 220 Grad verstärkt bei der Zubereitung von Muskelfleisch.

Referenz:
Spiegel-online: Scharf gebratenes Fleisch unter Tumor-Verdacht; 20. April 2010

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Nierenfunktion und Ernährung

Amerikanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Nierenfunktion und den Ernährungsgewohnheiten. Dazu wurden Daten von 3348 Frauen der Nurses Health Study ausgewertet. Das Kriterium für die Nierenfunktion war die Ausscheidung von Eiweiß (Mikroalbuminurie).
Bild: M. Großmann, pixelio.de

Eine höhere Zufuhr von tierischen Fetten und von zwei bis drei Gerichten mit rotem Fleisch pro Woche erhöhte das Risiko für eine Mikroalbuminurie. Eine niedrige Natrium- und eine hohe Beta-Carotin-Aufnahme bewirkten hingegen einen protektiven Effekt.

Referenz:
Lin J et al: Associations of diet with albuminuria and kidney function decline; Clin J Am Soc Neprol. 2010 Mar 18

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Vegetarische Ernährung vermindert oxidativen Stress und Belastung mit Antibiotika-Metaboliten

In einer Studie aus Korea wurde untersucht, inwieweit sich eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten auf die Ausscheidung verschiedener Metabolite auswirkt.

Die Studie mit einem Fünftage-Programm wurde in einer buddhistischen Einrichtung an 25 Personen durchgeführt. Teil dieses Fünftage-Programms war auch eine

Bild: Ernst Rose, pixelio.de
vegetarische Ernährung. Bei den Studienteilnehmern wurden die Urin-Konzentrationen von drei Antibiotika, verschiedenen Phthalaten und von Malondialdehyd bestimmt. Während der Phase der vegetarischen Ernährung verminderten sich deutlich die Spiegel der Antibiotika und Phthalate; auch die Konzentration von Malondialdehyd im Urin war signifikant niedriger als zu Beginn des Programms.

Die Ergebnisse dieser Studien lassen den Schluss zu, dass selbst eine kurzzeitige Veränderung im Ernährungsverhalten t die Belastung mit Antibiotika und Phthalaten signifikan senken kann und den oxidativen Stress vermindert.

Referenz:
Ji K et al: Influence of a five-day vegetarian diet on urinary levels of antibiotics and phthalate metabolites: A pilot study with «Temple Stay» participants; Environ Res 2010

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Fleischkonsum und Darmkrebs

Schon länger ist ein Zusammenhang zwischen dem colorectalen Carcinom und dem Konsum von rotem Fleisch bzw. verarbeitetem Fleisch nachgewiesen worden. In einer großen Studie gingen jetzt US-Forscher der Frage nach, welche Komponenten als die Hauptverursacher des Tumors anzusehen sind. Sie fanden drei hauptsächliche Verursacher: Hämeisen, Nitrat/ Nitrit und heterozyklische Amine.
Bild: Rainer Rosenwald, pixelio.de

In der Studie wurden über 300.000 Frauen über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet. Nach dieser Zeit wurden 2.719 Fälle von colorectalem Carcinom in dieser Gruppe festgestellt. Das obere Fünftel mit dem größten Fleischkonsum zeigte gegenüber dem Fünftel mit dem kleinsten Fleischkonsum ein signifikant höheres Darmkrebsrisiko. Bei rotem Fleisch war das Risiko 24 Prozent höher und bei verarbeitetem Fleisch 16 Prozent. Hierfür war die Aufnahme von Hämeisen, von Nitraten aus verarbeitetem Fleisch und von heterozyklischen Aminen signifikant verantwortlich.

Referenz:
Cross AJ et al: A large prospective study of meat consumption and colorectal cancer risk: An investigation of potential mechanisms underlying this association: Cancer Res. 2010 mar 9

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Vegetarische Ernährung und Prävention von Übergewicht bei Kindern

Wissenschaftler der Loma Linda University nahmen zu der Frage Stellung, ob eine vegetarische Ernährung zur Prävention des Übergewichts bei Kindern empfehlenswert ist. Eine Metaanalyse von Vegetarier-Studien bei Erwachsenen hatte gezeigt, dass vegetarisch lebende Männer und Frauen durchschnittlich einen deutlich niedrigeren BMI aufweisen als Mischköstler.
Bild: Rainer Sturm, pixelio.de

Auch vegetarisch lebende Kinder sind schlanker als gleichaltrige
Mischköstler. Studien über den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Nahrungsmittelpräferenzen zeigen, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsweise zur Prävention des Übergewichts bei Kindern einen sehr günstiger Ansatz darstellt.

Referenz:
Sabaté J, Wien M: Vegetarian diets and childhood obesity prevention; Am M Clin Nutr. 2010 Mar 17

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Hähnchen oft mit Krankheitserregern belastet

Hähnchen sind zum Zeitpunkt ihrer Schlachtung häufig mit Salmonellen und Campylobacter-Bazillen belastet. Dies hat eine EU-weite Studie ergeben, deren Ergebnisse von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurde. Die nachgewiesenen Erreger sind häufige Verursacher von Magen-Darm-Erkrankungen im Menschen.  
Bild: Uta Dohlenburg, pixelio.de

Die Keimbelastung der untersuchten Tiere mit Campylobacter beträgt EU-weit 71,2 Prozent im Darminhalt und 77 Prozent außen auf dem Schlachtkörper.

Mit Salmonellen waren euopaweit 15,7 Prozent der geschlachteten Hähnchen belastet.

Referenz:
Netdoctor.de, 18.03.2010

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Ernährungsgewohnheiten und Pankreaskarzinom

In den Jahren zwischen 1991 und 2008 wurde in Norditalien eine Fall-kontroll-Studie durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und Pankreaskarzinom zu untersuchen. In die Studie wurden 326 Patienten einbezogen, die aufgrund eines Pankreaskarzinoms in verschiedenen norditalienischen Kliniken stationär behandelt wurden. Als Kontrollgruppe
Bild: Aka, pixelio.de
dienten 652 Patienten, die in denselben Kliniken stationär versorgt wurden, jedoch keine Tumorerkrankung aufwiesen.

Die Ernährungsgewohnheiten der Patienten wurden mit Hilfe eines validierten Fragebogens ermittelt. Ein häufiger Fleischkonsum war mit einem zweifach erhöhten Risiko für Pankreaskarzinom assoziiert. Das Risiko war insbesondere für scharf gebratenes und geschmortes Fleisch signifikant. Nicht-Zitrusfüchte und gekochtes Gemüse hatten einen Schutzeffekt gegen die Entstehung eines Pankreaskarzinoms. Interessanterweise erwies sich auch der Zuckerkonsum als Risikofaktor für das Pankreaskarzinom.

Referenz:
Polesel J. et al.: Dietary habits and risk of pancreatic cancer: an Italian case-control study; Cancer Causes Control. 2009 Nov. 29

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Fleisch erhöht Risiko für Hepatitis E

Die Hepatitis E wird durch das Hepatitis-E-Virus (HEV) hervorgerufen und wird inzwischen als Zoonose und als Anthro-ponose angesehen. Schweine, Wild-schweine und Rotwild wurden als Reservoir für HEV-Viren indentifiziert. Schalentiere gelten schon länger als Überträger von HEV-Viren. Das Essverhalten und die Formen der Zubereitung bestimmen, in welchem Umfang HEV übertragen werden kann oder nicht.
Bild: Juana Krener, pixelio.de
 
Ein anderer Infektionsweg erfolgt über die Ausscheidung der Viren durch Menschen und Tiere.

Referenz:
Teo CG.: Much meat, much malady: changing perceptions of the epidemiology of hepatitis E; Clin Microbiol Infect. 2010Jan;16(1):24-32

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Vegetarische Ernährung vermindert das Risiko für Kehlkopfkrebs

Italienische Wissenschaftler untersuchten den Einfluss der Ernährung auf die Entstehung des Kehlkopfkrebses. Dabei wurden 460 Patienten mit histologisch bestätigtem Kehlkopfkrebs in die Studie einbezogen. Als Kontrollgruppe dienten 1088 Patienten, die nicht wegen einer Tumorerkrankung behandelt wurden. Die Ernährungsgewohnheiten der Studien-teilnehmer wurden mit einem 78-Punkte-Fragebogen erfasst.
Bild: Sylvia-Verena Michel, pixelio.de
 
Dabei wurden fünf Haupternährungsmuster identifiziert: tierische Produkte, stärkereiche Produkte, Vitamine und Ballaststoffe, pflanzliche ungesättigte Fettsäuren und tierische ungesättigte Fettsäuren. Das Ernährungsmuster „Vitamine und Ballaststoffe“ war invers mit dem Kehlkopfkarzinom verknüpft. Die Ernährungsformen „tierische Produkte und tierische Fettsäuren“ waren direkt mit der Entstehung des Kehlkopfkarzinoms assoziiert. Die Autoren der Studie schlossen daraus, dass Ernährungsformen mit vielen tierischen Produkten und tierischen Fetten direkt mit dem Risiko für Kehlkopfkrebs verbunden sind. Ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse bildet einen Schutzeffekt gegen diese Tumorart.

Referenz:
Valeria Edefonti et al.: Nutrient-based Dietary Patterns and Laryngeal Cancer: Evidence form an Exploratory Factor Analysis; Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2010 Jan;19(1):18-27.

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Hämeisen als Risikofaktor für das Colonkarzinom

Aufgrund mehrerer Studien ist die Annahme naheliegend, dass eine hohe Zufuhr von Hämeisen durch den Verzehr von rotem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für das Colonkarzinom assoziiert ist. Allerdings war bisher noch nicht klar, wie dieser Effekt zustande kommt. Japanische Forscher untersuchten in einer Studie, inwieweit Hämeisen DNA-Schäden und eine Zellproliferation durch die Bildung von Wasserstoffperoxid hervorruft.
Bild: Margot Kessler, pixelio.de
In der Studie wurde ein Hemmstoff der Hämoxigenase eingesetzt, dadurch konnte das Hämeisen keine DNA-Schäden und ungehemmtes Zellwachstum mehr in den Darmzellen erzeugen. Das Ergebnis dieser Untersuchung konnte also zeigen, dass Hämeisen die erwähnten Schäden durch die Bildung von Wasserstoffperoxid hervorruft. Dies wiederum könnte eine sehr gute Erklärung dafür sein, weshalb eine hohe Zufuhr von Hämeisen (im roten Fleisch) das Risiko für Darmkrebs erhöht.

Referenz:
Ishikawa SI et al.: Heme induces DNA damage and hyperproliferation of colonic epithelial cells via hydrogen peroxide produced by heme oxygenase: A possibile mechanism of heme-induced colon cancer; Mol Nutr Food Res. 2010 Jan 28.

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Diabetes-Risiko und Ernährungsgewohnheiten

Von der University of Hawai wurde der Einfluss verschiedener Ernährungsgewohnheiten auf das Diabetes-Risiko untersucht. Anlass für diese Untersuchung war die Tatsache, dass die hohe Inzidenz des Diabetes mellitus unter Amerikanern japanischer Abstammung und unter Ureinwohnern von Hawai nicht durch den BMI-Index erklärt werden können.
Bild: Hans-Peter Häge, pixelio.de

An der großen multi-ethnischen Studie nahmen 29759 Kaukasier, 35244 Amerikaner japanischer Abstammung sowie 10509 Ureinwohner von Hawaii teil. Die 45-75 jährigen Studienteilnehmer füllten einen Ernährungsfragebogen aus. Nach 14 Jahren gab es 8587 Fälle von Diabetes mellitus. Unter Berücksichtigung anderer Risikofaktoren wurde festgestellt, dass das Diabetes-Risiko bei Männern und Frauen signifikant mit der Ernährungsgewohnheit „Fett und Fleisch“ assoziiert war. Nach einer Gruppierung nach dem BMI-Index verblieb das Ernährungsmuster „Fett und Fleisch“ ein maßgeblicher Auslösefaktor, besonders bei übergewichtigen Männern und bei übergewichtigen japanischen Frauen. Ein hoher Verzehr an Gemüse verminderte das Diabetes-Risiko bei Männern. Das Ernährungsmuster „Obst und Milch“ schien bei Frauen vorteilhafter zu sein. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass eine hohe Aufnahme von Fleisch und Fett das Diabetes-Risiko in allen ethnischen Gruppen erhöht, wohingegen der Einfluss anderer Ernährungsmuster je nach Geschlecht und Abstammung variiert.

Referenz:
Eber E. et al.: Dietary Patterns and Risk for Diabetes: The Multiethnic Cohort.; Diabetes Care.

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Fischkonsum erhöht Schadstoffbelastung

Wissenschaflter aus China haben die Schadstoffbelastungen bei Patientinnen untersucht, denen Leiomyome des Uterus entfernt worden waren. Ziel der Studie war zu untersuchen, ob die Aufnahme von Umweltgiften mit dem Auftreten dieser Tumorart zusammenhängt. Dazu wurden bei Patientinen mit Leiomyomen sowohl sub-cutanes wie auch viszerales Fett entnom-men. Bei einer Kontrollgruppe nur subcuta-nes Fett im Rahmen einer Fettabsaugung.
Bild: Klaus-Uwe Gerhard, pixelio.de
Es wurden verschiedene Umweltgifte bestimmt, darunter die Schwermetalle Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber sowie Kohlenwasserstoff-Verbindungen (wie DDTs, HCHs, PCBs). Viele Umweltgifte haben einen östrogenartigen Effekt und stehen deshalb in Verdacht, östrogenabhängige Tumore zu fördern. Bei den Patienten mit Leiomyomen wurde eine höhere Konzentration von vielen der gemessenen Schadstoffe nachgewiesen als bei den Kontroll-Personen. Die Anreicherung von Schadstoffen im Organismus korreliert positiv mit dem Verzehr von Seafood, d.h. von Nahrungsmitteln, die aus dem Meer stammen, z.B. Fische, Meeresfrüchte, Algen etc.

Die Autoren der Studie empfehlen, dass Frauen die Aufnahme von Umweltgiften so gut wie möglich vermindern sollten. Insbesondere sollten bestimmte Fischarten selten verzehrt werden, z.B. Thunfisch, Schwertfisch und Schalentiere, die dafür bekannt sind, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle anzureichern.

Referenz:
Yan Yan Quin et al.: Persistent organic pollutants and heavy metals in adipose tissues of patients with uterine leiomyomas and the association for these pollutants with seafood diet, BMI, and age; Environmental Science and Pollution Resarch
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Krebsrisiko durch den Verzehr von gebratenem Fleisch

Ein hoher Konsum von Fleisch, insbesondere von rotem Fleisch, wurde bereits in vielen epidemiologischen Studien mit häufig auftretenden Krebserkrankungen wie Prostata-, Darm- und Prostata-Krebs in Zusammenhang gebracht.
Die Resultate von entsprechenden Studien der letzten 10 Jahre wurden jetzt in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst und bewertet.
Bild: missfits, Lebensmittelfotos.com

Die Mehrzahl dieser Studien zeigten, dass ein hoher Verzehr von gut gebratenem Fleisch eine große Belastung mit Karzinogenen darstellt, speziell mit heterozyklischen Aminen (HCAs), und dadurch das Krebsrisiko erhöht.

Die heterozyklischen Amine durch Fleischkonsum werden immer wieder mit Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. HCAs sind eine Gruppe von mutagenen Verbindungen, die in gekochtem Fleisch, hauptsächlich in gut durchgebratenen Fleischwaren, entstehen. HCAs wirken äußerst mutagen, wie in verschieden Ames/ Salmonellen-Tests festgestellt wurde.

Referenz:
Zheng W, Lee SA: Well-done meat intake, heterocyclic amine exposure, and cancer risk; Nutr Cancer. 2009; 61(4): 437-46

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Eisenaufnahme aus tierischen Lebensmittel und Endometrium-Karzinom

Der Verzehr von rotem Fleisch und tierischen Fetten ist ein Risikofaktor für die Entstehung eines Endometrium-Karzinoms (Tumorerkrankung der Gebärmutterschleimhaut). Das wurde bislang schon in mehreren Studien festgestellt. Bisher war aber nicht bekannt, welchen Einfluss das Eisen aus tierischen Lebensmittel auf die Tumorentstehung hatte.
Bild: missfits, Lebensmittelfotos.com

Wissenschaftler des Institute for Medicine and Public Health der Universität Nashville in Tennessee untersuchten in einer groß angelegten Studie diesen Zusammenhang.

An der „Shanghai Endometrial cancer Study“ nahmen 1204 Patientinnen mit Endometrium-Karzinom sowie 1212 gesunde Kontrollpersonen teil. Dabei wurden in Interviews und Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten ermittelt, und anhand von Lebensmitteltabellen wurde die Menge der Einnahme von Eisen aus tierischen Lebensmitteln und von Fetten berechnet.

Bei postmenopausalen Frauen und bei Frauem mit einem BMI größer als 25 wurde ein Zusammenhang zwischen der Eisenaufnahme aus tierischen Quellen und dem Risiko eines Endometrium-Karzinoms festgestellt.

Demzufolge könnte bei postmenopausalen und übergewichtigen Frauen eine Vermeidung von Hämeisen das Risiko für die Entstehung des Endometrium-Krebses senken.

Referenz:
Kallianpur AR et al: Dietary iron intake and risk of endometrial cancer: a population-based case-control study in Shanghai, China; Nutr Cancer. 2010-62(1): 40-50

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Ernährungsweise trägt wesentlich zur Belastung des Körpers mit PBDE in den USA bei

Die Bevölkerung der USA ist via Feinstaub und Ernährung polybromierten Diphenylethenen (PBDEs) ausgesetzt. PBDEs sind bromhaltige organische Chemikalien, die als Flammschutzmittel in vielen Kunststoffen und Textilien eingesetzt werden. Wissenschaftler der Boston University untersuchten den Anteil der Ernährung an der PBDE-Belastung in der US-Bevölkerung.
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Dazu wurden verschiedene Testverfahren eingesetzt. Verwendet wurden Daten der NHANES-Studie 2003 – 2004. Die Serumkonzentration der Summe der PBDEs war bei den Vegetariern im Vergleich zu den Fleischesserbesseren n signifikant niedriger (23 bzw. 27 Prozent). Es zeigte sich, dass der Verzehr von Hühnerfleisch und rotem Fleisch entscheidend zur PBDE-Belastung der Bevölkerung in den USA beiträgt. Der Verzehr von Milchprodukten und Fisch stellte kein Risiko dar.

Referenz:
Fraser AJ et al: Diet contributes significantly to the body burden of PBDEs in the general U.S. population; Environ Health Perspect. 2009 Oct; 117(10): 1520-5. Epub 2009 Jun 19.

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Vegetarier weisen einen veränderten Säure-Basen-Haushalt auf

Wissenschaftler der Universität Brüssel untersuchten in einer Studie, inwieweit sich das Säure-Basen-Gleichgewicht von Vegetariern und Nichtvegetariern unterscheidet. Außerdem wollte man Aufschluss darüber, ob noch bestimmte Lebensmittel in die PRAL-Liste einzubeziehen wären.
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An der Studie hatten 30 Vegetarier und 30 Nichtvegetarier im Alter zwischen 18 und 30 Jahren teilgenommen.Dabei wurden Geschlecht, Alter und BMI berücksichtigt. Basierend auf einem 3-Tage-Speiseplan wurde unter Verwendung der PRAL-Methode der Säure-Basen-Status ermittelt. Für Vegetarier wurde ein basischer Mittelwert mit der PRAL-Standard-Tabelle von –5,4 +/- 14,4 m Eq/ d eingeschätzt und im Vergleich dazu für Nichtvegetarier ein Säurewert von 10,3 +/- 14,4 m Eq/ d. Mit der erweiterten PRAL-Tabelle ergaben sich für Vegetarier basische Mittelwerte von -10,9 +/- 19,7 und für Nichtvegetarier ein saurer Mittelwert von 13,8 +/- 17,1 mEq/ d (p < 0,001). Die Studie zeigt, dass bei Vegetariern im Vergleich mit den Lebensmitteln der Mischköstler die konsumierten Lebensmittel eine alkalisierende Wirkung hatten. Die Verwendung der Standard-PRAL-Tabelle reichte zur Unterscheidung zwischen den beiden Ernährungsweisen aus.

Referenz:
Derienmaeker P et al: Nutrient based estimation of acid-base balance in vegetarians and non-vegetarians; Plant Foods Hum Nutr. 2010 Jan 7

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