In der Nord- und Ostsee schwimmen unsäglich viele winzige Plastikteilchen. Biologen vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhafen konnten jetzt nachweisen, dass diese Plastikteilchen auch von Fischen aufgenommen werden und sozusagen über die Speisefische auch in den Menschen gelangen können.

Die Forscher haben in zwei Studien den Mageninhalt und Verdauungstrakt von 290 Fischen aus Nord- und Ostsee untersucht. Sie stellten fest, dass die Makrelen deutlich häufiger Mikroplastik verschlucken als Fische, die in Bodennähe leben, wie z.B. die Flunder.

In einer zweiten Studie wurde untersucht, ob Pflanzenfresser, wie die gemeine Strandschnecke, Mikroplastik aufnehmen. Die Schnecken fraßen das Plastik einfach mit, schieden es aber fast vollständig wieder aus. Es ist noch nicht klar, ob die Plastikpartikel in den Verdauungsorganen gesundheitsschädlich sind. Denkbar ist, dass sich im Fischdarm schädliche Chemikalien aus diem Kunststoff lösen und dadurch in den Körper des Tieres gelangen könnten.

Referenz:
spiegel.de, 11. Januar 2016: Forscher weisen Plastik in Speisefischen nach

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