Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag geht hervor, dass der chemische Zustand der Gewässer in Deutschland als nicht gut eingestuft wird. Die deutschen Gewässer sind stark mit Quecksilber belastet. Die gemessenen Werte sind fünf- bis fünfzehnmal höher als der erlaubte Grenzwert. Die Umweltqualitätsnorm bei Quecksilber für Fische in Höhe von 20 Mikrogramm pro Kilogramm Feuchtgewicht wird flächendeckend überschritten.

Von Menschen wird Quecksilber nach Angaben des Bundesumweltamtes meist nicht über die Luft, sondern über Ablagerungen in Flüssen und Meeren, vor allem beim Fischessen, aufgenommen.

Der Hauptanteil der deutschen Quecksilberemissionen kommt aus Kohlekraftwerken. Zwischen 2010 und 2012 kamen mindestens 70 Prozent des Quecksilberausstoßes aus der Energiewirtschaft.

 

Referenz:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; Bundestagsdrucksache 18/7713: Akkumulation und Wirkung von toxischen Quecksilberverbindungen in der Umwelt
  • klimaretter.info: Quecksilber aus Kohlekraft belastet Flüsse


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