«Ich bin bekennender Vegetarier. Es liegt daran, daß ich den Schmerz der Tiere wirklich nicht ertragen kann. Denn die Tiere sind unsere Freude, unsere Freunde, unsere Brüder und Schwestern.»
(Kaya Yanar)

Forscher aus Italien und Spanien untersuchten bei Teilnehmern der SUN prospective cohort study den Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und Ernährungsgewohnheiten. Sie konnten in einer Studie bei Personen über 45 Jahre mit hohem Bildungsgrad nachweisen, dass ein hoher Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten im Vergleich zu einem niedrigen Konsum die Gesamtsterblichkeit erhöhte. Es zeigte sich aber kein Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren. Ernährungsrichtlinien sollten also spezifisch eine Einschränkung des Fleischkonsums beinhalten und sich nicht auf eine Einschränkung der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren beschränken.

Referenz:
Dominguez LJ , Bes-Rastrollo M et al.: Should we recommend reductions in saturated fat intake or in red/processed meat consumption? The SUN prospective cohort study; Clin Nutr. 2017 Jun 19. pii: S0261-5614(17)30224-8

Archiv - Studien 2017

Aus dem Archiv

Proteinaufnahme und Risiko für Typ-2-Diabetes

Forscher aus Australien begleiteten 21.523 Teilnehmer der Melbourne Collaborative Cohort Study über einen Zeitraum von 17 Jahren hinsichtlich der Entstehung von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen.

Außerdem führten sie eine Metaanalyse über bereits 10 veröffentlichte Studien der erwähnten Kohorte durch. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Gesamteiweiß und tierischem Protein das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhte, während eine hohe Zufuhr pflanzlicher Proteine mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert war.

Referenz:
Xianwen Shang, David Scott: Dietary protein intake and risk of type 2 diabetes: results from the Melbourne Collaborative Cohort Study and a meta-analysis of prospective studies; First published September 14, 2016, doi: 10.3945/ajcn.116.140954

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