«Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.»
(Leonardo da Vinci)

US-Wissenschaftler untersuchten die Daten der NIH-AARP Diet and Health Study mit 536 969 Teilnehmern bezüglich des Einflusses des Fleischverzehrs auf die Sterblichkeit. Sie fanden einen Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit und der Aufnahme von rotem Fleisch. Sowohl verarbeitetes als auch unverarbeitetes rotes Fleisch erhöhte die Sterblichkeit.

Die Wissenschaftler fanden auch verschiedene auslösende Faktoren: Die erhöhte Sterblichkeit durch verarbeitete Fleischprodukte wurde z.B. durch die Nitrataufnahme sowie durch die Aufnahme von Hämeisen beeinflusst. Sowohl die Hämeisenaufnahme wie auch die Aufnahme von Nitrat und Nitrit waren unabhängig mit der Gesamtsterblichkeit assoziiert.
Hämeisen und Nitrat und Nitrit aus verarbeitetem Fleisch erwies sich als der größte Risikofaktor für die Sterblichkeit.

Referenz:
Arash Etemadi, Rashmi Sinha et al.: Mortality from different causes associated with meat, heme iron, nitrates, and nitrites in the NIH-AARP Diet and Health Study: population based cohort study; BMJ 2017; 357

Archiv - Studien 2017

Aus dem Archiv

Stärke wichtig für das Gehirn

Seit vielen Jahren erfreut sich ja die sogenannte Steinzeitdiät wachsender Beliebtheit bei gleichzeitiger Ablehnung des Kohlenhydratkonsums. Es gibt die Ansicht, mehr Fleisch habe den Menschen früher das größere Gehirn ermöglicht. Wissenschaftler aus Spanien haben jetzt völlig andere Argumente publiziert. Verschiedene archäologische, anthropologische, genetische, physiologische und anatomische Details würden darauf hindeuten, dass Kohlenhydrate, insbesondere Stärke, einen wichtigen Anteil an der schnellen Entwicklung des menschlichen Gehirns hatte. Den Forschern zufolge ist Stärke die beste Quelle für Glucose. Die zentrale Bedeutung der Stärke werde auch dadurch unterstrichen, dass das Enzym Amylase im Menschen durchschnittlich gleich sechsmal im Erbgut codiert ist. Dieser Zuwachs an Amylasegenen erhöhte die für das Gehirn verfügbare Glucose, insbesondere während der Entwicklung im Mutterleib.

Referenz:
scinexx.de, 07.08.2015: Frühmenschen: Schlau durch Stärke?

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