Schwedische Forscher untersuchten bei Vegetariern und Nicht-Vegetariern die Stabilität des Genoms in unreifen roten Blutkörperchen, so genannten Retikulozyten. Dabei wurden bei den Vegetariern im Vergleich zu den Mischköstlern wesentlich weniger Micronuclei gemessen. Je weniger Micronuclei, desto stabiler ist das Erbgut. Durch eine vegetarische Ernährung kann also bei gesunden Personen die Stabilität des Genoms verbessert werden.

Wie US-Wissenschaftler herausgefunden haben, erhöhte eine Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen Produkten das Auftreten von galletoleranten Mikroorganismen und verminderte die Zahl der Firmicutes, die pflanzliche Polysaccharide verstoffwechseln können. Bei einer Ernährung mit einem hohen Anteil tierischer Produkte kommt es auch zu einem vermehrten Auftreten von Bilophila wadsworthia, einem Keim, der entzündliche Reaktionen im Darm fördert. Die Studie der US-Wissenschaftler konnte auch nachweisen, dass sich die Darmflora in relativ kurzer Zeit auf eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten einstellen kann.

US-Wissenschaftler publizierten im Februar 2015, dass sowohl die vegane wie auch die vegetarische und auch eine so genannte pesco-vegetarische Ernährung die Entzündungsaktivität im Körper verminderte.

Anmerkung:
In den letzten Jahren ist eine erhebliche Aufweichung des Begriffes vegetarisch festzustellen. Fischesser werden zum Beispiel nicht den Mischköstlern zugerechnet, sondern als pesco-vegetarisch bezeichnet. Wer noch ab und zu Fleisch ist, gilt als nicht als Mischköstler, sondern als Semi-Vegetarier.

Referenzen: