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Forscher aus South Carolina untersuchten über einen Zeitraum von sechs Monaten verschiedene Ernährungsformen hinsichtlich der Effektivität für eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Erwachsenen. Dabei erwies sich die vegane Ernährung als am effektivsten. Die vegane Ernährung führte im Vergleich zur Mischkost, pesco-vegetarischen Kost und semi-vegetarischen Kost zu einer stärkeren Veränderung der Lipidparameter.

US-Wissenschaftler publizierten eine Metaanalyse und eine systematische Übersicht über den Zusammenhang zwischen vegetarischen Ernährungsformen und der Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetikern. In die Auswertung der Daten wurden sechs Studien einbezogen. Der Verzehr einer vegetarischen Kost war mit einer besseren Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetikern verbunden.

Forscher aus Prag veröffentlichen im Juni 2013, dass die höhere Insulinempfindlichkeit bei Vegetariern dadurch zustande kommt, dass bei Vegetariern mehr Linolsäure in Serum-Phospholipide eingebaut wird. Die Zusammensetzung der Serum-Phospholipide spielt wiederum eine wichtige Rolle für die Zusammensetzung der Zellmembranen. Das Fettsäuremuster der Zellmembranen hat eine große Bedeutung für Stoffwechselprozesse im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Diabetes mellitus.

Chinesische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine vegetarische Ernährung nicht nur den Body-Mass-Index vermindern kann, sondern auch den BMI-abhängigen Anstieg von ungünstigen Blutfettparametern abschwächt. Dies könnte auch ein Grund sein, warum Vegetarier eine geringere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Koronaren Herzkrankheit haben. Grundsätzlich ist aber ein höherer Body-Mass-Index auch bei Vegetariern mit einem pathologischen Lipidprofil verbunden.

Beim Vergleich zwischen Mischköstlern und Vegetariern in Taiwan zeigte sich, dass die vegetarische Ernährung einen starken protektiven Effekt gegen Diabetes mellitus und pathologische Nüchternblutzucker-Spiegeln hatte.

Zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der Erwachsenen weltweit leiden an einem metabolischen Syndrom. US-Wissenschaftler werteten die vorhandene Fachliteratur über den Zusammenhang zwischen vegetarischen Ernährungsformen und dem metabolischen Syndrom aus. Außerdem erstellten sie eine Übersicht über Nahrungsmittel und Nahrungsmittelkomponenten mit einem protektiven oder negativen Effekt bezüglich des metabolischen Syndroms. Die Mehrzahl der Studien zeigten bessere Stoffwechselparameter und ein niedrigeres Risiko für das metabolische Syndrom bei Personen, die eine pflanzliche Ernährung pflegten. Der günstige Effekt der vegetarischen Ernährung dürfte durch folgende Faktoren zustande kommen: eine geringere Aufnahme von Energie, von gesättigtem Fett, von Hämeisen, von rotem und verarbeitetem Fleisch. Pflanzenbetonte Ernährungsformen haben einen höheren Anteil an Früchten, Gemüse und Pflanzenfasern, die gegen die Entwicklung eines metabolischen Syndroms schützen.

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