Fischoel 200Spiegel online berichtete am 22. März 2017 unter der Überschrift "Machen Fischölkapseln Kinder schlauer?" über die Ergebnisse einer großen australischen Studie, an der ursprünglich 2400 werdende Mütter teilgenommen hatten. Im weiteren Verlauf der Studie wurden ein Viertel der Kinder im Alter von 18 Monaten, vier Jahren und sieben Jahren auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit untersucht.
Die Mütter hatten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft entweder Fischölkapseln oder ein Placebopräparat eingenommen. Bei der Untersuchung der Kinder auf ihre kognitive Fähigkeiten zeigten sich keine wesentlichen Unterschiede. Die Autoren der Studie halten dies für einen starken Hinweis dafür, dass Fischölkapseln bei Schwangeren den IQ ihrer Kinder nicht verbessern.

Jährlich werden rund 5 Mio. Tonnen Fischmehl und 1 Mio. Tonnen Fischöl hergestellt. 3,2 Mio Tonnen Fischmehl gehen in die Aquakultur, 1,3 Mio. Tonnen werden an Schweine verfüttert. Diese Art der Fischmehl- und Fischölgewinnung ist problematisch, weil viele zu Mehl verarbeitete Fische eigentlich für die menschliche Ernährung geeignet wären und einfach zu so genannten Industriefischen erklärt werden.

In einer Untersuchung von kanadischen Wissenschaftlern zeigte sich, dass 90 Prozent der "Industriefische" eigentlich für den menschlichen Verzehr geeignet wären.


Kommentar:
Es gibt inzwischen sehr gute EPA/DHA-Präparate, die aus Algenöl gewonnen wurden, so dass keinerlei Notwendigkeit für die Einnahme von Fischölkapseln oder gar für den Fischverzehr besteht.


Referenzen: