Pflanzlichen Proteine: gesund und kostengünstig

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Wissenschaftler aus den USA untersuchten in einer Studie verschiedene soziodemographische Faktoren zum Proteinverzehr. Außerdem wurde der gesundheitliche Nutzen der Ernährung ermittelt. An der Studie nahmen 1636 Studienteilnehmer der Seattle Obesity Study teil. Die Gesamtproteinaufnahme betrug 16,8 Prozent der täglichen Energieaufnahme. Ein höherer Verzehr pflanzlicher Proteine verbesserte den Index einer gesunden Ernährung und hatte nur einen minimalen Einfluss auf die Kosten für die Ernährung. Dagegen verschlechterte ein Mehrverzehr tierischer Proteine den Index einer gesunden Ernährung und führte zu deutlich höheren Ernährungskosten. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass eine pflanzenprotein-basierte Ernährung für alle Einkommensgruppen eine kostengünstige Möglichkeit ist, die Diätqualität zu verbessern.

Referenz:
Aggarwal A, Drewnowski A: Plant- and animal-protein diets in relation to sociodemographic drivers, quality, and cost: findings from the Seattle Obesity Study; Am J Clin Nutr. 2019 Jun 7. pii: nqz064. doi: 10.1093/ajcn/nqz064.

Fleischkonsum erhöht das Risiko für kognitive Störungen im Alter

Wissenschaftler aus China, den USA und Singapur untersuchten bei knapp 17.000 Studienteilnehmern der Singapore Chinese Health Study einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Fleischverzehr und kognitiven Störungen. Dabei konnten sie nachweisen, dass ein höherer Verzehr von rotem Fleisch im mittleren Lebensalter das Risiko für kognitive Störungen in späteren Jahren erhöhte.

Referenz:
Jiang YW, Sheng LT et al.: Meat consumption in midlife and risk of cognitive impairment in old age: the Singapore Chinese Health Study; Eur J Nutr. 2019 Jun 21. doi: 10.1007/s00394-019-02031-3.

Rotes Fleisch und Entzündungsmarker

US-Wissenschaftler untersuchen den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch/Fleischprodukten und verschiedenen Entzündungsmarkern bei Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überlebt hatten. Die Frauen mit dem höchsten Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten hatten um 19 Prozent höhere CRP-Werte und um 11 Prozent höhere HbA1c Werte als die Frauen mit dem geringsten Fleischkonsum. Die Konzentrationen von CRP und HbA1c haben eine wichtige Bedeutung für die Prognose der Brustkrebserkrankung und für die Entwicklung von Folgeerkrankungen.

Referenz:
Khuu B, Pierce J, Wu T: Red Meat and Inflammation and A1c in Breast Cancer Women (P05-038-19); Curr Dev Nutr. 2019 Jun 13;3(Suppl 1). pii: nzz030.P05-038-19. doi: 10.1093/cdn/nzz030.P05-038-19. eCollection 2019 Jun.

Weniger Gallensteine bei Vegetariern

Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten bei Mischköstlern und Vegetariern die Häufigkeit einer Gallensteinerkrankung. Eine vegetarische Ernährung war im Vergleich zu einer Mischkost- Ernährung bei Frauen mit einem verminderten Risiko für Gallensteine assoziiert. Mischköstlerinnen mit erhöhten Cholesterinwerten hatten im Vergleich zu Vegetarierinnen mit normalen Cholesterinkonzentrationen ein 3,8 mal erhöhtes Risiko für die Bildung von Gallensteinen. Erhöhte Cholesterinkonzentrationen sowie eine nicht vegetarische Ernährung hatten einen additiven Effekt bezüglich der Entstehung einer Gallensteinerkrankung

Referenz:
Chang CM, Chiu THT et al.: Plant-Based Diet, Cholesterol, and Risk of Gallstone Disease: A Prospective Study; Nutrients. 2019 Feb 4;11(2). pii: E335. doi: 10.3390/nu11020335.

Vegetarische Ernährung vermindert chronische Nierenerkrankungen

Wissenschaftler aus Taiwan konnten bei 55.113 Studienteilnehmern nachweisen dass bei veganer Ernährung im Vergleich zur Mischkost eine chronische Nierenerkrankungen signifikant weniger häufig auftrat. Die Auswertung der Daten zeigte, dass vegetarische Ernährungsformen einschließlich veganer und ovo-lacto-vegetabiler Ernährung Schutzfaktoren gegen die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung waren.

Referenz:
Liu HW, Tsai WH et al.: Association of Vegetarian Diet with Chronic Kidney Disease; Nutrients. 2019 Jan 27;11(2). pii: E279. doi: 10.3390/nu11020279.

Vegane Ernährung und Klimaschutz

Unbestritten schadet der weltweit wachsende Fleischkonsum dem Klima. Pro Kopf und Jahr produzieren die Deutschen durchschnittlich 11 t Treibhausgase. Wer vegan erlebt, reduziert seine Bilanz laut einer Studie der britischen Universität Oxford um rund 2 t jährlich bei ansonsten gleich bleibendem Lebensstil. Der britische Ökologe Josef Poore bezeichnet die vegane Ernährung als den wahrscheinlich größten Hebel, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt aber auch vom individuellen Lebensstil ab. Langstreckenflüge kann auch eine vegane Ernährung nicht ausgleichen. Ein Flug von Hamburg nach New York produziert laut Umweltbundesamt hin und zurück 3,7 t CO2.

Referenz:
spiegel.de, 26.04.2019: Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen Treibhausgasen

Pflanzenbetonte Ernährung bei Typ 2-Diabetes

Wissenschaftler aus Indonesien publizierten einen Fachartikel über den möglichen Zusammenhang zwischen einer vegetarischen Ernährung und der Blutzuckerkontrolle bei Typ zwei Diabetikern. Sie konnten nachweisen dass bei Patienten mit Typ2- Diabetes die HbA1c Reduktion durch eine pflanzenbasierte Ernährung stärker gesenkt werden konnte als durch eine konventionelle Diät.

Referenz:
Utami DB, Findyartini A: Plant-based Diet for HbA1c Reduction in Type 2 Diabetes Mellitus: an Evidence-based Case Report; Acta Med Indones. 2018 Jul;50(3):260-267.

Fleisch macht krank!

Während man noch vor einigen Jahren glaubte, dass Fleisch wichtiger Bestandteil der Ernährung sei, weiß man heute: Das Gegenteil ist der Fall! Fleisch ist ein Genussmittel und für den Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. mitverantwortlich...Zu den Gesundheitsrisiken

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