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Die Vegane Ernährung: Was ist zu beachten?

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In Deutschland gibt es ca. 10 Mio Vegetarier, davon etwa 1,3 Mio Veganer. Vegetarier verzichten auf Fleisch, Wurst und Fisch. Veganer essen keine Lebensmittel, die vom Tier stammen. Also auch keine Milchprodukte oder Eier – meist auch keinen Honig.

Veganer verzichten auf Produkte, die mit Tierleid verbunden sind, z.B. Kleidungsstücke aus Leder, Wolle, Seide, Daunen, Borsten, Kosmetikartikel und Reinigungsmittel aus tierischen Bestandteilen.

Ca. 90 % der Veganer leben aus ethischen Gründen vegan. Sie lehnen die Massentierhaltung strickte ab, und da die Produktion tierischer Nahrungsmittel unweigerlich mit Tierleid verbunden ist, ist auch eine sogenannte „ökologische Tierhaltung“ nicht akzeptabel.

Es gibt auch keine Spezies „Milchkuh“, also Kühe, die einfach so Milch geben. Milch geben Kühe nur, wenn sie Kälber gebären.

Die zweithäufigste Motivation für eine vegane Ernährung sind gesundheitliche Gründe, die erfahrungsgemäß bei älteren Menschen eine größere Rolle spielen als bei jüngeren. Darüber hinaus spielen bei der Entscheidung für eine vegane Ernährung auch ökologische Argumente eine bedeutende Rolle, denn die weltweite Massentierhaltung setzt mehr Treibhausgase frei als der gesamte Verkehrssektor. Bei vegetarischer Ernährung wäre eine Einsparung von einem Drittel der Treibhausgase im Ernährungsbereich möglich, bei veganer Ernährung sogar von 50 %.

Im März 2018 ergab eine Studie israelischer Wissenschaftler, dass in den USA bei einer Umstellung auf eine vegane Ernährung 350 Mio. Menschen mehr ernährt werden könnten.

Die Erzeugung von 1 kg Rindfleisch verbraucht 15.500 l Wasser. Jeder Deutsche Bürger verbraucht täglich etwa 3.900 l Wasser zur Erzeugung seiner Nahrungsmittel.

Der persönliche Wasserabdruck kann bei vegetarischer Ernährung um ein Drittel vermindert werden und bei veganer Ernährung wiederum um 50 %. Die vegane Ernährung ist damit der Ernährungsstil mit dem geringsten Ressourcenverbrauch.

Die Anforderung an eine Gesundheit erhaltende Ernährung besteht grundsätzlich darin, eine Sicherstellung der Versorgung der Menschen mit allen erforderlichen Makro- und Mikronährstoffen zu gewährleisten und mit Nahrungsmitteln mit möglichst wenig ungünstigen Inhaltsstoffen...

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Vegetarische Ernährung vermindert Lipoprotein A

Pizza 300Das Lipoprotein A ist ein atherogenes Lipoprotein, das als schwer behandelbar gilt. Wissenschaftler aus den USA untersuchten in einer Studie, wie sich eine pflanzenbasierte Ernährung auf den Lipoprotein-A-Spiegel auswirkte. Sie konnten nachweisen, dass eine pflanzenbetonte Ernährung einen günstigen Effekt auf Lipoprotein A hatte, sowie auf andere Entzündungsmarker. Damit ist auch die Meinung widerlegt, dass LPA durch diätetische Maßnahmen wenig beeinflusst werden könnte.

Referenz:
Najjar RS, Moore CE et al.: Consumption of a defined, plant-based diet reduces lipoprotein(a), inflammation, and other atherogenic lipoproteins and particles within 4 weeks; Clin Cardiol. 2018 Aug;41(8):1062-1068. doi: 10.1002/clc.23027. Epub 2018 Aug 17.

 

Low-Carb ist ungesund

Eine kohlenhydratarme Ernährung erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, wie Wissenschaftler aus Polen herausgefunden haben. Dazu wurden Daten von NHANES ausgewertet, eines US-amerikanischen Forschungsprogramms.

Die Auswertung zeigte, dass eine kohlenhydratarme Ernährung mit einer höheren Gesamtsterblichkeit assoziiert war. Das Todesrisiko infolge einer Herzerkrankung war bei dieser Ernährungsform um 51 Prozent erhöht. Aufgrund der Ergebnisse wiesen die Forscher darauf hin, dass Low-Carb-Diäten gefährlich sein könnten, zumindest auf Dauer. Möglicherweise ist der erhöhte Konsum von tierischen Proteinen, Cholesterin und gesättigten Fetten bei Low-Carb ein wesentlicher Faktor.

Referenz:
scinexx.de, 05.09.2018: Ist Low-Carb ungesund?

 

Antibiotikaresistenzgene und Ernährung

Schweine 300Der massive Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung wird als der größte Verursacher für die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Nahrung angesehen. Wissenschaftler aus Italien untersuchten bei drei verschiedenen Ernährungsformen die Belastung mit Antibiotikaresistenzgenen.
In die Untersuchung wurden Veganer, Vegetarier und Mischköstler einbezogen. Dabei zeigten die Veganer eine geringere Belastung mit Antibiotikaresistenzgenen. Bei den Mischköstlern und Vegetariern konnten kaum Unterschiede festgestellt werden. Der Verzehr tierischer Nahrungsmittel dürfte also der wesentliche Faktor für die Übertragung von Antibiotikaresistenzgenen sein.

Referenz:
Carmen L, Andrea DC et al.: Assessing antibiotic resistance gene load in vegan, vegetarian and omnivore human gut microbiota; Int J Antimicrob Agents. 2018 Aug 3. pii: S0924-8579(18)30222-X. doi: 10.1016/j.ijantimicag.2018.07.023.

 

Vegetarische Ernährung und Blutdruck

Wissenschaftler aus Taiwan konnten nachweisen, das eine vegane Ernährung mit einem niedrigeren Blutdruck bei Studienteilnehmern mit Proteinurie verbunden war. Eine vegane Ernährung könnte also eine nichtpharmakologische Methode zur Blutdrucksenkung sein.

Referenz:
Liu HW, Liu JS, Kuo KL et al.: Vegetarian diet and blood pressure in a hospital-base study; Ci Ji Yi Xue Za Zhi. 2018 Jul-Sep;30(3):176-180.

 

Ernährung hat Einfluss auf Diabetesrisiko

Diabetes 300Forscher aus den Niederlanden untersuchten anhand von Daten der Rotterdamstudie den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf das Diabetesrisiko. Sie konnten nachweisen, dass eine pflanzenbetonte Ernährung mit wenig tierischen Nahrungsmitteln das Risiko für Insulinresistenz, Prädiabetes und Diabetes verminderte.

Referenz:
Chen Z, Zuurmond MG et al.: Plant versus animal based diets and insulin resistance, prediabetes and type 2 diabetes: the Rotterdam Study; Eur J Epidemiol. 2018 Sep;33(9):883-893.

 

 

Vegetarische Ernährung und nichtalkoholische Fettlebererkrankung

Vegetarische Ernährungsformen haben eine ganze Reihe von Stoffwechseleffekten. Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten bei 2127 Mischköstlern und 1273 Vegetariern sonografisch das Erscheinungsbild der Leber. Vegetarische Ernährungsformen waren mit einem geringeren Risiko für eine Fettleber assoziiert, Vegetarier hatten auch weniger schwere fibrotische Veränderungen im Vergleich zu Mischköstlern.

Referenz:
Tina H. Chiu, Ming-Nan Lin et al.: Vegetarian diet, food substitution, and nonalcoholic fatty liver; Ci Ji Yi Xue Za Zhi. 2018 Apr-Jun; 30(2): 102–109.

Vegetarische Ernährungsformen: sinnvoll bei chronischer Niereninsuffizienz

Nieren 300Wissenschaftler aus Frankreich haben publiziert, dass pflanzenbasierte Ernährungsformen einen Schutzeffekt auf die Nierenfunktion haben, zum einen in der primären Prävention der chronischen Niereninsuffizienz, zum anderen in der sekundären Prävention der Verschlechterung der Nierenfunktion bei Niereninsuffizienz.

Die französischen Wissenschaftler schlagen vor, dass pflanzenbasierte Ernährungen zur Prävention der chronischen Niereninsuffizienz empfohlen werden sollten.

Referenz:
Chauveau P, Koppe L et al.: Vegetarian diets and chronic kidney disease; Nephrol Dial Transplant. 2018 Jul 5. doi: 10.1093/ndt/gfy164.

 

 

Fleisch macht krank!

Während man noch vor einigen Jahren glaubte, dass Fleisch wichtiger Bestandteil der Ernährung sei, weiß man heute: Das Gegenteil ist der Fall! Fleisch ist ein Genussmittel und für den Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. mitverantwortlich...Zu den Gesundheitsrisiken

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