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Anlässlich des Weltfischereitags am 21. November 2018 warnte der WWF vor den Auswirkungen überfischter Meere auf Menschen rund um den Globus. Derzeit gelten 33 Prozent der Fischbestände als überfischt und 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Derzeit ist Fisch eine essenzielle Proteinquelle für mehr als 3 Mrd. Menschen. Menschen in den Entwicklungsländern sind immer noch in hohem Maße von Fischprotein abhängig, so jedenfalls die Einschätzung von Meeresbiologen. Europa ist der weltweit größte Markt für Fisch und Meeresfrüchte. 60 Prozent des konsumierten Fisches werden importiert, mehr als die Hälfte davon aus den Entwicklungsländern. Eine zusätzliche Gefahr für die Fischbestände ist der Klimawandel, der gerade in den südlichen Ländern zu drastisch weniger Fischbeständen führen dürfte.

Referenz:
wwf.at/de, 21.11.2018: Weltfischereitag: Jeder zehnte Mensch von Überfischung bedroht

Anmerkung:
Prinzipiell ist der Verzehr von Fisch, genauso wie der von Fleisch und Wurst, für die menschliche Ernährung nicht erforderlich. Der Proteinbedarf des Menschen kann auch allein aus pflanzlichen Proteinen gedeckt werden. Inwieweit dies in den einzelnen Entwicklungsländern umzusetzen ist, wäre natürlich zu prüfen. Der eigentliche Skandal ist, dass übersättigte Europäer Menschen aus Entwicklungsländern die Fische wegfangen.
Leider wird auch von medizinischen Fachkreisen eine Steigerung des Fischverzehrs nach wie vor hochgehalten, unabhängig von der weltweiten Überfischung, deren Folgen für die Menschen und von der gesamten ökologischen Entwicklung der Meere. Die Vorgehensweise ist ein klassischer Fall des Sankt-Florian-Prinzips: „Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andere an“.

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