Wissenschaftler der Universität Hohenheim wiesen im Fett von Seefischen aus Aquafarmen deutlich erhöhte Konzentrationen an halogenierten Verbindungen nach. Diese Moleküle ähneln massiv den polypromierten Kohlenwasserstoffen, die man vor kurzem als Flammschutzmittel in Armaturenbrettern oder Computergehäusen eingesetzt hat.
Seit zwei Jahren sind die zwei bedenklichsten von ihnen EU-weit verboten. Diese Substanzen reichern sich offensichtlich in größeren Mengen in Fischen aus Aquafarmen an. Fische, die sich frei im Meer bewegen, haben wesentlich geringere Gehalte an polypromierten Naturstoffen. Es ist unklar, wie sich diese Stoffe in den Aquakulturen anreichern können. Es soll jetzt dringend untersucht werden, in welchem Umfang dieser Verbindungen eine toxikologische Bedeutung beim Menschen zukommt.

Referenz:
Geoscience-online.de: Natürlicher Giftcocktail in Fischen; 05.01.2007