Proteinreiche Ernährungsformen sind derzeit zur Gewichtsreduktion und angeblichen Verringerung von kardiovaskulären Risikofaktoren recht beliebt. Es gab bis Dato aber keine Daten über psychiatrisch relevante Effekte dieser Ernährungsform. U.S-Wissenschaftler untersuchten mit Hilfe von Daten von NHANES, welchen Einfluss die Proteinaufnahme auf die Stimmungslage hatte.

Dabei wurde ein signifikanter Unterschied bei den Geschlechtern beobachtet. Bei Frauen führte eine erhöhte Proteinzufuhr zu einem stark erhöhten Risiko für schwere Depressionen, bei Männern hatte eine hohe Proteinzufuhr eher einen protektiven Effekt.

Referenz:
Wolfe AR et al.: Dietary protein and protein-rich food in relation to severely depressed mood: A 10 year follow-up of a national cohort; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry; 2011 Jan 15; 35(1): 232-8