Nach aktuellen Analysen sind die Weltmeere weit stärker überfischt als offiziell angegeben. Der Kieler Fischereibiologe Reiner Froese geht davon aus, dass 24 Prozent der Fischbestände inzwischen zusammengebrochen sind und nicht nur drei Prozent, wie die FAO behauptet. Ihre Ergebnisse zum Fischbestand veröffentlichten die Forscher des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung (Geomar) in den Fachmagazinen „Marine Policy“ und „Marine Biology“.

Von Wanderfischen wie Aal, Lachs, Finte, Alse oder Stoer sind die Bestände in unseren Gewässern zusammengebrochen oder ganz verschwunden. Kabeljau und Seelachs sind stark überfischt. Der weltweit steigende Fischbedarf für die Zubereitung von Sushi gefährdet wertvolle Bestände. In Tokio wurde kürzlich ein knapp 270 kg schwerer Blauflossen-Thun für mehr als eine halbe Mio. Euro versteigert.

Referenz:
kn-online.de: Überfischung dramatischer als gedacht; 25.03.2012