Der „Western-Diet-Ernährungstil“ enthält sehr hohe Mengen an tierischen Produkten und wenig Obst und Gemüse. Dadurch kommt es im Laufe des Lebens zu einer Anhäufung von nichtverstoffwechselbaren Anionen und zu einer Übersäuerung, deren Ausmaß mit zunehmendem Alter ansteigt. Die Niere versucht, die Stoffwechselveränderungen infolge Übersäuerung auszugleichen, wodurch es zu größeren Veränderungen in der Urinzusammensetzung kommt, insbesondere auch zu einer vermehrten Calcium-, Stickstoff- und Phosphatausscheidung. Selbst eine geringgradige Übersäuerung führt zu einer Insulinresistenz der Muskulatur, wodurch sich die Stoffwechselveränderungen bei einem Großteil der Bevölkerung voraussagen lassen. Eine hohe Säurebelastung durch die Ernährung erhöht die Wahrscheinlichkeit für Diabetes mellitus, Bluthochdruck und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse aktueller Studien bestätigen einen Zusammenhang zwischen der Insulinresistenz und Markern der Übersäuerung.

Referenz:
Maria M Adeva, Gema Souto: Diet-induced metabolic acidosis; Clinical Nutrition, 9 April 2011